Alleingang nicht zu erwarten

(twa). In der vergangenen Saison hatte der Bergische HC zum Favoritenkreis gehört, diesmal dürften seine Aufstiegschancen noch größer sein: Der Ex-Erstligist hat sich hervorragend verstärkt.

HSG Frankfurt Rhein Main

Die TSG Münster und die SG Wallau machen gemeinsame Sache – in Frankfurt soll’s mittelfristig wieder Erstliga-Handball geben. Aus den besten Spielern beider Teams müssen die Trainer Mike Fuhrig und Jan-Olaf Immel, der selbst noch spielt, eine Einheit bilden. Junioren-Nationalspieler Steffen Fäth wird per Zweifachspielrecht vermutlich häufiger beim VfL Gummersbach zum Einsatz kommen. Dafür hat sich die HSG mit Hannes Lindt (SC Magdeburg) sehr gut verstärkt.

TV Hüttenberg

Der Vorjahressiebte rückt von seiner Linie nicht ab: Trainer Jan Gorr setzt auf die eigene Jugend. Drei wichtige Spieler hat der TVH verloren: Mario Allendörfer (HSG Wetzlar), Peter Dettling (VfL Fredenbeck) und Torhüter Waldemar Strzelec (hört auf). Dafür bediente er sich aus der Konkursmasse der HR Ortenau und holte Keeper Matthias Ritschel und Michael Stock.

Bergischer HC

Die Meisterschaft kann nur über den Bergischen HC führen, der unbedingt wieder zurück will in die 1. Bundesliga. Dafür hat er auch kräftig investiert. Bereits zur Winterpause kamen der Norweger Kenneth Klev (VfL Gummersbach) und der Holländer Joey Duin (TSV Dormagen), jetzt legte der BHC ordentlich nach: Der Däne Kristoffer Moen bringt Champions-League-Erfahrung mit, aus Ahlen kommt der tschechische Nationaltorhüter Jan Stochl und aus Dormagen Rechtsaußen Tim Henkel.

Leichlinger TV

Sportlich war der Leichlinger TV in der vergangenen Saison als Vorletzter abgestiegen, blieb aber dank glücklicher Umstände in der Liga. Angesichts des im Grunde sicheren Abstiegs hat die halbe Mannschaft den Verein verlassen. Die Lücken schließen sollen Alexander Oelze (Bergischer HC), Anthony Pistolei (Belgien) und Jozsef Toth (Ungarn). Florian Korte und Christian Born fehlen zum Saisonstart verletzungsbedingt.

TSG Groß-Bieberau

Die TSG Groß-Bieberau war in der vergangenen Saison eine der positiven Überraschungen und hatte zu keiner Zeit etwas mit dem Abstieg zu tun. Auch in der neuen Runde dürfte der Vorjahres-Aufsteiger eine ordentliche Rolle spielen. Auf Benedikt Seger (HSG Frankfurt) muss er zwar verzichten, dafür kamen der ehemalige ungarische Nationalspieler Szabolcs Laurenz (Dormagen) und Björn Gerber (HR Ortenau) hinzu.

ThSV Eisenach

Fünfter waren die Eisenacher in der vergangenen Saison – und da wollen sie auch am Ende der neuen Runde stehen. Der ThSV war in der Rückrunde noch erfolgreicher als der TV Bittenfeld und sammelte 17:3 Punkte. Karsten Wöhler ist inzwischen Manager, Philipp Emmelmann schloss sich dem SV Gotha an. Von der HR Ortenau kam Till Bitterlich.

HC Erlangen

In ihrem zweiten Jahr werden die Franken erneut ein junges Team stellen und vermutlich wieder gegen den Abstieg kämpfen. Mit Christoph Auer (Bietigheim) verlor der HCE einen zentralen Rückraumspieler. Ersetzen soll ihn Guillaume Laout, der Linkshänder kommt vom französischen Erstligisten Aurillac.

TV Neuhausen/Erms

Die A-Jugend des TV holte sich die deutsche Meisterschaft. Logisch, dass die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch nach dem beeindruckenden Aufstieg auch in der 2. Liga auf die eigene Jugend setzt. Einziger Neuer im Kader ist der bundesligaerfahrene Rechtsaußen Alexander Trost (Balingen-Weilstetten), ansonsten bleibt der Kader unverändert. Erfahrung aus höheren Ligen haben auch Alexander Stevic, Ralf Bader und Martin Fiedler. Fabian Gutbrod spielt per Zweifachspielrecht bei FA Göppingen.

EHV Aue

Schwer einzuschätzen ist der Vorjahreszwölfte. Mit Valdis Gutmanis (Lok Pirna) und Alexander Urban (VfL Potsdam) fehlen zwei Eckpfeiler. Trainer Maik Nowak hofft, dass die Isländer Arnar Jon Agnarsson (Rejkvavik) und Tommi Sillanpää (Bad Neustadt) die Abgänge vergessen machen. Stützen im Team sind die Torhüter Timo Meinl und Mareks Skabeikis sowie Alexander Matschos und Eric Meinhardt.

HSC Coburg

Nur knapp entgingen die Coburger dem Abstieg, in ganz andere Sphären will das Team jetzt: Vom Aufstieg ist die Rede. Der Optimismus scheint begründet. Jedenfalls haben die Coburger noch nie so viel Geld in die Hände genommen und verpflichteten ausschließlich Hochkaräter: Dominic Kelm und Johan Andersson kommen aus Wilhelmshaven, Christian Caillat von den Füchsen Berlin und Vaclav Vrany von Dukla Prag. Einige etablierte Spieler gingen: Matthias Werner, Vladimir Suma, Kamil Piscak, Philipp Schulz und Christian Pack.

1. SV Concordia Delitzsch

Mit Waldimir Maltsev verließ der Spielmacher den Verein nach sieben Jahren, das dürfte eine Schwächung für die Concordia sein. Allerdings holte sie sich Erstligaerfahrung zurück: Von den Berliner Füchsen wechselt der abwehrstarke Rene Boese nach Delitzsch, Steve Baumgärtel (Dessau) soll den Rückraum verstärken.

TUSPO Obernburg

Mit Philipp Reuter (TV Großwallstadt) verlor die Mannschaft von Trainer Christoph Bartel einen wichtigen Rückraumspieler, namhafte Neuzugänge gibt’s nicht. Zudem hat sich Linksaußen Tobias Milde schwer verletzt und wird wahrscheinlich fünf Monate ausfallen. Dafür kann TUSPO nach wie vor auf Torhüter Milos Hacko bauen, seit Jahren so etwas wie die Lebensversicherung der Mannschaft.

TV Korschenbroich

Nach nur einem Jahr in der Regionalliga ist der TVK wieder in die 2. Liga zurückgekehrt – mit 60:0 Punkten. Das Markenzeichen des Teams vom Niederrhein ist der kompromisslose Tempohandball. In der neuen Runde wird der Neuling Glück brauchen: Nur 13 Spieler, inklusive zwei Torhütern, umfasst der Kader. Da darf nicht viel Verletzungspech dazwischenkommen. Namhaftester Neuzugang ist der österreichische Nationaltorhüter Thomas Bauer.

TUSEM Essen

Nach der Insolvenz und dem Abstieg aus der 1. Liga gehen die Essener mit einem komplett neuen Team an den Start. Deshalb ist der TUSEM auch schwer einzuschätzen. Mit Philipp Pöter (Düsseldorf), Stefan Nippes, Andre Niese (beide Leichlingen) sowie Sven Pausch (Münster) kamen jedenfalls gute Spieler dazu. Mittelfristig will Essen wieder zurück in die 1. Liga.

TSG Friesenheim

Nur knapp scheiterte die TSG als Tabellenzweiter in den Relegationsspielen, vor der neuen Runde stapelt Trainer Thomas König tief. Begründet wird dies mit den Abgängen gestandener Spieler wie Steffen Bühler (Bietigheim), Sebastian Roth (Hildesheim) oder Ulrich Spettmann, der aufgehört hat. Eingebaut werden sollen die Jugend-Nationalspieler Niklas Ruß und Alexander Becker.

SG BBM Bietigheim

21 Spieler umfasst der Kader des Vorjahresvierten. Schmerzhafte Verluste hat die SG nicht zu beklagen, dafür starke Spieler der Konkurrenz geholt: Benjamin Krotz (Bittenfeld), Steffen Bühler (Friesenheim), Christoph Auer (Erlangen) und Philipp Schulz (Obernburg). Andreas Blodig (Herrenberg) ist für die Spielmacherposition geplant. Trainer Uwe Rahn hat jede Position zwei- oder dreifach besetzt und damit auch die Qual der Wahl.

HC Saarlouis

Ein ziemlich unbeschriebenes Blatt ist der Aufsteiger. Mit Marco Henne (HR Ortenau) holte der HC einen guten Torhüter. Andre Gulbicki, ein früherer polnischer Erstligaspieler, soll den Klassenverbleib sichern.