Bastian Rutschmann bester Torhüter

Der Neuzugang des TV Bittenfeld ist beim INTERSPORT MASTERS am vergangenen Wochenende zum besten Torhüter ernannt worden.

Intersport Masters: Montpellier holt sich bei erster Teilnahme den Hofbräu-Cup – spannende Spiele zum Abschluss

Zwei spannende Spiele sahen die Zuschauer im Glaspalast Sindelfingen zum Abschluss des Intersport Masters um den Hofbräu-Cup 2009. Das Spiel um Platz 3 zwischen HBW Balingen-Weilstetten und Frisch Auf! Göppingen fand ebenso wie das Finale zwischen Ademar León und Montpellier HB erst in der Schlussphase den Sieger. Letztlich sorgten die besseren Abwehrreihen für den Erfolg der Mannschaften. Montpellier gewann das Turnier vor León, Göppingen sicherte sich Rang drei. Rang vier stellte aus sportlicher Sicht für Balingen sicher einen Erfolg dar, doch eine offenbar schwere Knöchelverletzung von Torhüter Sven Gratwohl zerstörte die Glücksgefühle schon vor der Partie. Bastian Rutschmann vom TV Bittenfeld wurde zum besten Torhüter gekührt, die meisten Tore des Turniers warf Edin Basic (37/8) von Amicitia Zürich vor Lars Kaufmann (Frisch Auf! Göppingen) und Dalibor Doder (Ademar León, beide 24).

Im Spiel um Platz 3 kam es zum ewig jungen Schwaben-Derby. Bereits beim Warmwerfen knickte allerdings Balingens Sven Gratwohl im Tor unglücklich um und zog sich offenbar eine schwere Knöchelverletzung zu. Völlig unbeeindruckt davon merkte man den hohen Einsatz auf beiden Seiten. Den besseren Start verbuchte die in grün auflaufenden Göppinger. Bereits nach sechs Minuten markierte Thiede das 1:4. Über 5:9 (18.) zog die Mannschaft von Velimir Petkovic auf 6:11 davon. Dann stellte auf der Gegenseite Rolf Brack seine Abwehr um. Mit der offensiven 4:2-Variante hatte Göppingen große Schwierigkeiten. Statt bei eigenem Anwurf auf 12:6 zu erhöhen gelang Göppingen über sieben Minuten kein Treffer. Balingen hingegen startete eine Serie mit sechs Treffern und ging beim 12:11 erstmals in Führung. Daniel Sauers Führungstreffer brachte allerdings keine Wende, vielmehr beendete Göppingen die Torflaute und glich zur Pause beim 13:13 wieder aus.

Den Göppinger Anwurfvorteil nutzte Christian Schöne durch einen verwerteten Abpraller. Balingen erhöhte nun das Tempo und zeigte sich auf allen Positionen gefährlich. Rock Feliho stellte nach 3 Minuten die Drei-Tore-Führung her. Aber Göppingen machte den Rückstand wett und stemmte dem versiert agierenden HBW seine körperliche Überlegenheit entgegen. Thiede im Nachwurf und Kaufmann sorgten für das 20:20 (46.). Balingen gelang noch einmal die Flucht bis zum 25:23 (53.), als Benjamin Herth einen Strafwurf verwandelte. In Überzahl gelang Göppingen im Schlussspurt dieser unterhaltsamen Partie jedoch die Wende. Thiede und Späth ermöglichten das 25:26 (55.). Philipp Müller glich noch einmal zum 26:26 aus, dann jedoch hielt Enid Tahirovic den Göppinger Sieg fest. Er parierte gegen Müller und Herth (7m), während Haaß und Jurca den 26:28-Erfolg perfekt machten.

Höhen und Tiefen im Finale: Leon wahrt die Titelchance 58 Minuten lang

Im Finale verschlief Ademar León die ersten beiden Angriffe von Montpellier HB, glich dann aber durch Denis Buntic aus. Gemeinsam mit Denis Kriwoschlykow brachte er die konzentrierter wirkenden Spanier zur Führung beim 6:4 (10.). Erst eine doppelte Unterzahlsituation stellte die Kastilier vor Probleme. Ademar vertändelte einige Möglichkeiten, Kavticnik und Sobol stachen beim 8:10 (17.) in der zunächst niveauarmen Partie zu und drehten das Spiel erneut zugunsten Montpelliers. León hielt zwar Anschluss, doch bei eigener Unterzahl gelang Michael Guigou aus sieben Metern das 9:12 (23.) für den amtierenden Französischen Meister. Weiterhin erspielten sich das Team von der Mittelmeerküste leichte Wurfchancen. Leóns Trainer Jordi Ribera zog nach Jan Sobols 10:14-Gegenstoß die Grüne Auszeit-Karte. Aufmerksame Aktionen brachten die Spanier wieder in Schlagdistanz, Ortigosa und Buntic trafen zum 13:14 (28.). Nach einer Auszeit Montpelliers ermöglichte druckvolles Spiel dem Team von Patrice Canayer noch die 13:16-Pausenführung.

Auch nach dem Wechsel reichten sich Höhen und Tiefen in der Partie die Hände, ohne dass León noch einmal in Führung gelangte. Montpellier setzte sich zwar auf vier Tore ab, doch schlecht vorbereitete Abschlüsse nutzte León zum 18:19-Anschlusstreffer (37.). Denis Kriwoschlykow verwandelte kurz darauf einen Strafwurf zum 20:20-Ausgleich. Ein unnötiges Eingreifen Héctor Del Pozos gegen den konternden Karabatic verhinderte die zu diesem Zeitpunkt mögliche Führung der Spanier. Mladen Bojinovic zeichnete stattdessen für die 20:22-Führung Montpelliers verantwortlich. Die Defensive stoppte León immer wieder, eine schwachen Chancenauswertung und technische Fehler der Franzosen zögerte die Vorentscheidung um den Turniersieg aber lange hinaus. Erst auf einen frechen Wurf von Nikola Karabatic durch die Beine von Mirko Alilovic zum 29:32-Vorsprung fand León keine Antwort mehr und unterlag schließlich knapp mit 31:32. Somit gewinnt Montpellier bei seiner Premiere das Intersport Masters um den Hofbräu-Cup 2009.