Seitner-Show zum Abschluss

Im letzten Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga ging’s für den TV Bittenfeld lediglich noch um den einstelligen Tabellenplatz. Das souverän herausgespielte 31:29 (17:13) gegen den HC Erlangen reichte zu Rang acht. Vor 800 Fans in der Gemeindehalle hatte Sebastian Seitner in einem flotten Spiel besonders viel Spaß: Der Linkshänder traf nach Belieben.

Auch wenn das Spiel im Grunde bedeutungslos war: Dem TV Bittenfeld war – zumindest 50 Minuten lang – anzumerken, dass er sich unbedingt mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden wollte. Und auch der HC Erlangen, der sich am vorletzten Spieltag den Ligaverbleib gesichert hatte, wollte die Runde nicht mit einer Kaffeefahrt abschließen. Die Franken gingen durchaus zur Sache.

Bittenfeld musste erneut auf Kai Häfner, Marco Hauk und Ludek Drobek verzichten. Doch auch Erlangen spielte nicht in Bestbesetzung: Mit Daniel Stumpf fehlte der torgefährlichste Spieler, im Tor begann Bernhard Zapf anstelle von Routinier Andreas Bayerschmidt. Mit Zapf und der aggressiven Deckung des HCE hatten die Bittenfelder zu Beginn des Spieles etwas Probleme. 4:4 stand’s nach fünf Minuten, ehe der TVB die Initiative übernahm. Die Abwehr provozierte immer wieder Fehlabspiele der Erlanger, wodurch der TVB zu Kontern kam. Nach Evgeni Prasolovs 9:5 (15.) hatte Bittenfeld das Spiel im Griff. Die Fans belohnten einige schöne Aktionen mit Szenenapplaus. Allerdings flutschte nicht alles im Angriff. Mit der 17:13-Führung ging der TVB in die Pause.

Nach dem Wechsel sorgte der TVB rasch für klare Verhältnisse: Nach dem 25:17 durch den überragenden Sebastian Seitner war das Spiel im Grunde gelaufen, der Acht-Tore-Vorsprung hatte auch noch acht Minuten vor dem Ende Bestand (30:22). Angesichts des komfortablen Polsters ließen es die Bittenfelder in der Schlussphase etwas gemächlicher angehen, die Konzentration ließ nach. Das nutzte Erlangen vor allem durch die starken Bastian Krämer und Christoph Auer und verkürzte nach und nach. In Gefahr, das Spiel zu verlieren, kam der TVB aber nicht mehr.

Torhüter Benjamin Krotz, der wie Evgeni Prasolov sein letztes Spiel für den TVB machte, verfehlte eine Minute vor dem Abpfiff den perfekten Abschied: Als die Erlanger den siebten Feldspieler brachten und scheiterten, warf Krotz knapp am leeren Tor vorbei. So sorgte Krämer für den 31:29-Endstand.

TV Bittenfeld: Gustavsson, Krotz; Seitner (8), Schöbinger (1), Kienzle, Prasolov (3), Lenz (1), Schweikardt (4/2), Heib (4), Baumgarten (3), Krammer (1), Wehner (4), Baumbach (2).

HC Erlangen: Zapf, Bayerschmidt; Müller, Schwandner (1), Georg Münch, Kirchner (3), Hannes Münch (5), Krämer (11/3), Wannenmacher, Neinhaus, Auer (9), Schmidtke, Luther.