Handball Ecke

Neues aus der Handball-Ecke und rund um den TV Bittenfeld.

Nach langem Hin und Her ist jetzt eine Entscheidung gefallen: Die HR Ortenau wird die Saison in der 2. Handball-Bundesliga zu Ende spielen. Der Verein hat die spiel- wie auch die versicherungsrechtlichen Fragen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Vorfeld der Begegnung in Friesenheim geklärt. Die Handball-Bundesliga (HBL) erkennt den TV Willstätt als Lizenzträger und somit die Mannschaft in der Südbadenliga als zweites Team an. Somit kann Trainer Goran Suton auf Spieler dieser Mannschaft zurückgreifen. Bei der 22:38-Niederlage in Friesenheim ergänzten gleich zwei Spieler den Rumpfkader der HRO. Damit hatte Trainer Goran Suton drei Auswechselspieler zur Verfügung.

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Den TV Bittenfeld freut’s, dass die HRO nicht vorzeitig den Spielbetrieb einstellen wird. In diesem Fall wären den Bittenfeldern vier Punkte abgezogen worden (wir haben berichtet). So hat der TVB die Chance, in den letzten drei Spielen seinen Platz in der ersten Tabellenhälfte zu sichern.  Am Sonntag verpassten die Bittenfelder den großen Coup. Ein Sieg in Düsseldorf hätte sie bis auf den fünften Tabellenplatz nach vorne gespült – punktgleich mit dem neuen Vierten und kommenden Gegner am Samstag, dem ThSV Eisenach. Äußerst knapp schrammte der TVB beim Meister am neunten Sieg in Folge vorbei. 33 Sekunden vor Schluss musste Bittenfeld das 30:31 hinnehmen und verließ als unglücklicher Verlierer den Platz.  „Es war ähnlich wie beim Bergischen HC“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Da habe seine Mannschaft auch ein ordentliches Spiel gemacht und sei am Ende mit leeren Händen dagestanden. Dass die jungen Schiedsrichter nicht gerade einen souveränen Eindruck hinterließen, sei zwar ärgerlich gewesen, aber nicht der Grund für die Niederlage. „Wir waren in den zweiten 30 Minuten nicht konsequent genug“, sagt er. Nach der zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung habe es seine Mannschaft versäumt, „das Ding durchzuziehen und wurde zu hektisch“. Ein Punkt, so Schweikardt, hätte der TVB mindestens verdient gehabt. „Das wäre schon noch mal ein Höhepunkt gewesen“, sagt er. „Andererseits steht Düsseldorf nicht ohne Grund so souverän da oben.“ Andererseits: Gegen Coburg war das Glück auf der Seite des TVB, diesmal eben nicht.

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Der TVB wäre die erste Mannschaft gewesen, die aus Düsseldorf zwei Punkte mitgenommen hätte. Eine Premiere gab’s trotzdem: Zum ersten Mal in der 2. Bundesliga mussten zwei Bittenfelder zur Dopingkontrolle: Außer zwei Düsseldorfern mussten Florian Schöbinger und Adrian Wehner Wasser lassen.

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Noch nichts Neues gibt’s beim TV Bittenfeld in Sachen Neuverpflichtungen. „Für uns ist es jetzt erst mal wichtig, dass wir in einer entspannten Situation sind“, sagt Trainer Günter Schweikardt. Ohne Hektik will sich der TVB nach einem Nachfolger für Torhüter Benjamin Krotz (zur SG BBM Bietigheim) umsehen. Beinahe hätten die Bittenfelder bei einem Feldspieler Vollzug gemeldet. Sie hatten gute Karten in den Verhandlungen mit Junioren-Nationalspieler Matthias Gerlich (21) vom SC Magdeburg II. Der 2,04 Meter große, abwehrstarke Rückraumspieler hat sich nun aber für den Erstliga-Absteiger Tusem Essen entschieden. „Schade, er hätte sehr gut zu uns reingepasst“, sagt Schweikardt. Gerlich hat sich zum Ziel gesetzt, sich über Essen für die 1. Liga zu empfehlen.

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Die Bittenfelder zittern nicht mehr, einer ihrer Spieler aber schon: Evgeni Prasolov wechselt zur neuen Runde zum TSV Schmiden. In welcher Klasse der Linksaußen spielen wird, entscheidet sich am letzten Spieltag. Nach der 28:32-Niederlage in Kenzingen streiten sich drei punktgleiche Mannschaften, darunter der TSV, um den rettenden Platz in der Baden-Württemberg-Oberliga.  Vier Teams steigen ab, die Schmidener sind derzeit Fünftletzter. Ausgerechnet im Saisonfinale erwartet der TSV nun den Nachbarn SV Fellbach am kommenden Samstag (19.30 Uhr/Schmidener Sporthalle). Gewinnt die Mannschaft von Trainer Alexander Prasolow gegen den Tabellenfünften SV Fellbach, bleibt sie in der vierthöchsten Liga. Dann ist’s wurscht, wie sich die Konkurrenz schlägt. Die Schmidener haben nämlich im direkten Vergleich die besseren Karten. (twa)