Rechts geschwächt: TVB ohne Hauk und Häfner

(twa). Handball-Zweitligist TV Bittenfeld biegt auf die Zielgerade ein. Sechs Spiele vor Schluss gibt Trainer Günter Schweikardt das neue Ziel aus. „Wir wollen die beste Rückrundenmannschaft bleiben“, sagt er. Morgen kommt Tuspo Obernburg, das sich mit dem vierten Sieg in Folge vom Relegationsplatz entfernen will. Der TVB hat auf der rechten Seite ein Problem: Marco Hauk, zuletzt in blendender Form, fällt aus. Kai Häfner spielt für FA Göppingen.

TV Bittenfeld (9. Platz, 29:27 Punkte) – Tuspo Obernburg (14. Platz, 24:32 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Erstaunlich, wie sich der TVB in der Rückrunde präsentiert. Das 35:25 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen war der sechste Sieg in Folge, die Bilanz steht bei 17:3 Punkten. Sieben Punkte liegen zwischen dem TVB und dem Drittletzten HC Erlangen. Da dürfte in den letzten sechs Spielen nicht mehr viel anbrennen – vorausgesetzt, es wird keine Entscheidungen am grünen Tisch geben und der TVB behält die vier gegen die HR Ortenau gewonnenen Punkte (siehe auch Handball-Ecke auf dieser Seite). „Diese Unsicherheit haben wir natürlich immer im Hinterkopf“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Sein Team habe aber auch einen anderen Antrieb. „Wir wollen unsere Serie ausbauen und beste Rückrundenmannschaft werden.“ Wollen die Bittenfelder dieses hohe Ziel erreichen, dürfen sie in den vier Heimspielen gegen Obernburg, Coburg, Eisenach und Erlangen keine Punkte lassen.

Mit Tuspo Obernburg kommt morgen eine Mannschaft, die sich mit drei Siegen in Folge zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt hat. Allzu gut sind die Erinnerungen des TVB an den Gegner nicht: Im Hinspiel unterlag er mit 29:30. In den vier Zweitligavergleichen davor gelang dem TVB nur ein Sieg. „Da wird’s Zeit, dass wir die Bilanz aufbessern“, sagt Schweikardt.

Der Trainer erwartet einen „großen Fight“ und hat großen Respekt vor der jungen Obernburger Mannschaft, die durchweg sehr gut besetzt ist: auf den Außepositionen mit Otto Fetser und Tobias Milde, am Kreis mit dem Ex-Großwallstädter Hannes Volk und im Rückraum mit Martin Justus, Juraij Niznan und Matthias Conrad. Im Tor steht mit dem ehemaligen slowakischen Nationaltorhüter Milos Hacko einer, an dem die Gegner regelmäßig verzweifeln. „Er gehört sicher zu den Besten der Liga“, sagt Schweikardt. „Aber unsere Torhütermüssen sich vor Hacko nicht verstecken.“ Zudem sei der TVB mit Hacko immer gut zurechtgekommen.

Größere Sorgen haben die Bittenfelder auf der rechten Angriffsseite: Rechtsaußen Marco Hauk hat sich in Schwetzingen an der Schulter verletzt. Er wird auf keinen Fall spielen und womöglich auch in den nächsten Spielen ausfallen. Kai Häfner könnte ihn ersetzen, er ist aber wieder einmal mit FA Göppingen im Einsatz. Dafür dürfen die Bittenfelder in den kommenden Spielen mit Häfner rechnen: Göppingen hat drei Wochen Spielpause. Mit dabei sein wird wie schon in Schwetzingen David Krammer. „Wir haben in dieser Saiso immer wieder Verletzungen weggesteckt“, sagt Schweikardt. Immerhin: Sebastian Seitner kommt nach seiner verltzungsbedingten Pause immer besser in Fahrt.