TVB gewinnt bei der HR Ortenau

Die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld haben auch in der Mörburghalle in Schutterwald ihre aufsteigende Tendenz eindrucksvoll bestätigt. Gegen die Handballregion Ortenau siegte das Team um Trainer Günter Schweikardt souverän und auch in der Höhe verdient mit 33:27 (15:13). Durch den neuerlichen Erfolg hat der TVB seine Siegesserie nun auf 13:3 Punkte ausgebaut.

Nach der Schlusssirene war Günter Schweikardt die Erleichterung förmlich im Gesicht abzulesen. „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, sagte der Bittenfelder Zweitliga-Coach nach dem Erfolg seiner Entourage bei der immerhin zweitbesten Heimmannschaft der Liga. Allerdings bedurfte es einiger Minuten, ehe die Gäste vor rund 900 Zuschauern so richtig ins und vor allem zu ihrem Spiel fanden. Der Defensivverband offenbarte zu viele Lücken, welche die Ortenauer zu nutzen wussten. Doch als der Bittenfelder Abwehrchef Ludek Drobek nach gut einer Viertelstunde seine Mannen organisiert hatte, war’s vorbei mit den einfachen Toren des Tabellensechsten. Überhaupt, sagt der Co-Trainer Klaus Hüppchen, sei die gute Abwehrleistung einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg gewesen. „Da hatten wir deutlich Vorteile gegenüber der Konkurrenz.“ Und auch das Duell der Torhüter ging am Freitagabend klar an den Bittenfelder Benjamin Krotz, der den Vorzug vor dem isländischen Nationaltorhüter Björgvin Gustvasson erhalten hatte. Der 23-Jährige brachte die Gegner ein ums andere Mal mit seinen Paraden zur Verzweiflung. „Wir hatten absolut keine Veranlassung ihn auszuwechseln“, sagt Hüppchen. Wohl aber die Unparteiischen. Die schickten Krotz drei Minuten vor dem Schlusspfiff wegen Meckers für zwei Minuten auf die Bank.

Da freilich war die Begegnung längst zugunsten der Bittenfelder gelaufen. Die Weichen hierfür hatten Jürgen Schweikardt und Co. bereits kurz nach Wiederanpfiff gestellt. Zwar hatten die Gastgeber zunächst auf 14:15 verkürzt, doch vier Tore in Folge der Württemberger zum 19:14 bescherte dem Team nicht nur die erste Fünf-Tore-Führung, sondern auch Selbstvertrauen und Sicherheit für die verbleibenden 24 Minuten. Der HR Ortenau jedenfalls, die verletzungsbedingt auf Vladimir Temelkov hatte verzichten müssen – der Mazedonier wechselt in der kommende Saison gemeinsam mit Spielmacher Sandro Catak zum Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten – blieb ob des Angriffwirbels der Schwaben nur ungläubiges Staunen. Wie man die 5:1-Abwehr der ansonsten so heimstarken Gastgeber  knacken kann, dass hatten die Bittenfelder in ihrem Abschlusstraining noch einmal intensiv trainiert. „Im Spiel sind uns die Konzeptionen dann auch über weite Phasen der Begegnung sehr gut gelungen“, sagt Klaus Hüppchen. Zum Teil sogar so gut, dass Günter Schweikardt ein ums andere Mal ob des „tollen Kombinationsspiels“ regelrecht ins Schwärmen geriet. Sogar ein Kempator, eingeleitet durch Jürgen Schweikardt und abgeschlossen durch Linksaußen Evgeni Prasolov, gelang den Gästen in der sonst kaum einzunehmenden „Mörburg-Festung“. Ansonsten überzeugte aber einmal mehr Marco Hauk. Der Linkshänder machte auf der rechten Außenseite  „einen sensationellen Job“ (Hüppchen) und avancierte mit acht Treffern zum besten Torschützen der Partie. „Ich hatte schon mit dem Abpfiff in der Porsche-Arena vor einer Woche ein sehr gutes Gefühl was das Spiel gegen Ortenau betraf“, so Hüppchen. Warum? Ganz einfach: „Man sieht den Jungs an, dass sie wieder riesigen Spaß haben zu spielen – und zu gewinnen.“