Beim zweitbesten Heimteam

(twa). Das Hinspiel in der Porsche-Arena hatten die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld gegen die HR Ortenau gewonnen. Im heimischen Schwarzwald indes ist die HR eine Macht: Mit 19:3 Punkten ist sie das zweitbeste Heimteam. Nach drei Siegen in Folge reist der TVB selbstbewusst an. „Wir haben eine Siegchance“, sagt Co-Trainer Klaus Hüppchen.

HR Ortenau (5. Platz, 29:17 Punkte) – TV Bittenfeld (13. Platz, 23:27 Punkte/heute, 20 Uhr). Eine Serie von 11:3 Punkten und drei Siegen in Folge hat der TVB in fast drei Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit noch nicht geschafft: Es läuft sehr gut derzeit – und trotzdem müssen sich die Bittenfelder nach wie vor mit dem Thema Abstieg befassen. Die Konkurrenz punktet ebenfalls. TVB-Co-Trainer Klaus Hüppchen registriert dies – mehr aber auch nicht. „Wir beschäftigen uns mit unseren Ergebnissen“, sagt er. „Wenn wir weiter unsere Leistung bringen, werden wir unseren Vorsprung zumindest halten.“

Die stabile Leistung des Teams über einen längeren Zeitraum macht ihm Hoffnung, dass auch bei der HR Ortenau etwas zu holen ist. „Wir arbeiten daran, dass wir noch perfekter und effizienter spielen.“ Auch auswärts und gegen Spitzenmannschaften. Schon bei der knappen Niederlage beim Bergischen HC habe die Mannschaft einen deutlichen Aufwärtstrend gegenüber den Spielen in der Vorrunde gezeigt.

Heute Abend brauchen die Bittenfelder mindestens eine ähnliche Leistung, wollen sie im Schwarzwald für eine Überraschung sorgen. Nur der designierte Meister HSG Düsseldorf (22:0) hat eine bessere Heimbilanz als die HR Ortenau (19:3). Die Mannschaft von Trainer Goran Suton steht nach Verlustpunkten auf dem zweiten Platz und hat beste Chancen auf die Relegationsspiele. Dabei hatte die Konkurrenz die HR gar nicht mehr auf der Rechnung. Nachdem die Ortenauer einen Insolvenzantrag gestellt hatten (siehe Handball-Ecke), verließen mit Rafal Glinski, Jens Schöngarth und Felix Danner herausragende Spieler den Verein.

Dass die HR trotzdem erfolgreich spielt, spricht für den Charakter der Spieler. „Die HR tut alles, um zu überleben“, sagt Hüppchen. Die verbliebenen Spieler strengten sich angesichts der unsicheren Lage besonders an, müssten sich unter Umständen für einen neuen Verein empfehlen. „Eine normale Situation wäre mir da eigentlich lieber“, sagt Hüppchen.

Die HR hat nun einen zwar kleinen, aber nach wie vor feinen Kader: Die beiden Torhüter Matthias Ritschel und Daniel Sdunek, Sandro Catak auf der Spielmacher-Position, Martin Valo und Grzegorz Garbacz auf den Halb-Positionen, Till Bitterlich am Kreis und Nationalspieler Vladimir Temelkov auf Rechtsaußen gehören mit zum Besten, was die Liga zu bieten hat.

Beim TV Bittenfeld sind Torhüter Björgvin Gustavsson und Linkshänder Sebastian Seitner wieder dabei. Seitner indes ist nach seiner Fußverletzung noch nicht hundertprozentig fit. Fehlen wird Kai Häfner. Er muss morgen bei FA Göppingen wahrscheinlich den angeschlagenen Christian Schöne ersetzen.