Bittenfeld und Porsche Arena: Über 40.000 Zuschauer!

Wenn die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld am Freitag, 20. März, 20 Uhr, die SG Wallau empfangen, dann werden sie das wieder einmal in der Porsche-Arena tun. Es wird der achte Auftritt der Bittenfelder in den vergangenen drei Spielzeiten in Stuttgart sein. In den sieben vorrangegangenen Spielen konnte der TVB über 40.000 Zuschauern begrüßen. Auch dieses Mal werden es wieder weit über 5.000 Besucher sein. Susanne Degel hat sich mit dem Spieler und Marketing-Leiter Jürgen Schweikardt im Vorfeld der Partie über das besondere Flair der Porsche-Arena und dem hohen Stellenwert der dortigen Begegnungen unterhalten.

Herr Schweikardt, freuen Sie sich auf das Spiel gegen die SG Wallau am 20. März in der Porsche-Arena?
Natürlich freue ich mich. Die Spiele dort sind immer etwas Besonderes – nicht nur wegen der Kulisse, sondern auch, weil wir dort bisher immer sehr gut gespielt haben.

Was macht denn außer der Kulisse den besonderen Reiz der Spiele in der Arena aus?
Die Auftritte in der Porsche Arena sind von den gesamten Rahmenbedingungen eine andere Klasse. Es herrscht immer der Flair der großen weiten Handballwelt, dieses Flair findet man nicht oft bei Spielen der 2. Handball-Bundesliga.

Sind die Begegnungen auch finanziell für Ihren Verein reizvoll?
Allein über die Eintrittspreise können wir die Kosten, die auf uns zukommen, nur bei einer sehr hohen Auslastung decken. In den bisher sieben Spielen hatten wir mehr als 40.000 Zuschauer, was einer Auslastung von mehr als 90 Prozent entspricht. Mit Preisen von maximal 14.50 Euro für eine Karte sind wir eine der billigsten Veranstaltungen, die in der Porsche-Arena überhaupt stattfinden. Das die Auftritte für uns lukrativ sind liegt vor allem am großen Engagement unserer Sponsoren.

Können Sie es sich vorstellen, künftig mehr Spiele in Stuttgart auszutragen – auch im Hinblick auf die eingleisige zweite Liga?
Ein sukzessiver Ausbau ist durchaus geplant. Wir brauchen einen zweiten Standort. Zum einen, wollen wir das großen Potenzial der Handball-Region Stuttgart, und hier vor allem des Handballbezirk Rems-Stuttgart, bündeln. Zum anderen brauchen wir die Spiele in einer großen Arena, um unseren Sponsoren eine größere Plattform und auch einen repräsentativen VIP-Bereich bieten zu können. Des Weiteren sind die Begegnungen natürlich wesentlich medienwirksamer als unsere Heimspiele in der Gemeindehalle. Zusammenfassend kann man sagen: Unser System der 2 Heimspielstandorte ermöglicht es uns wirtschaftlich in der 2. Bundesliga bestehen zu können.

Sieben Spiele hat der TV Bittenfeld in den vergangenen drei Spielzeiten in der Porsche-Arena ausgetragen. Die Bilanz lässt sich sehen: drei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen. Ist Ihnen eine Partie ganz besonders in Erinnerung geblieben?
Ja klar, das war gleich im ersten Jahr das Spiel gegen TUSEM Essen. Das war der absolute Höhepunkt. Die Essener waren damals Tabellenführer und wir Drittletzter. Nach ungefähr 15 Minuten lagen wir mit 4:13 hinten und ich dachte nur: Man, wird das ein peinlicher Abend. Aber dann haben wir uns so gesteigert, sind so toll vom Publikum angefeuert worden, dass wir am Ende sogar mit einem Tor gewonnen haben.

Die Zuschauer werden oft als achter Mann auf dem Spielfeld tituliert. Ist das auch bei Ihren Fans in der heimischen Gemeindehalle und der Porsche-Arena der Fall?
Sicherlich sowohl als auch. Wenn man sieht, zu welchen Leistungen wir in der Porsche-Arena gegen ausnahmslos bessere Teams schon fähig waren, dann sind die Zuschauer dort mindestens unser achter Mann. Vor allem beim Einlaufen ist das schon der Hammer: das ist immer richtiges Gänsehaut-Feeling.

Sie haben in dieser Saison einen Fanblock mit Stehplätzen eingeführt. Warum?
Er soll ein Schmelztiegel für unsere Stimmungsmacher sein. Leider bietet er aus Sicherheitsgründen derzeit nur 100 Fans Platz. Aber wir arbeiten an einer besseren Lösung für das kommende Jahr. Die Plätze sind sehr begehrt. In den ersten beiden Spielen waren die Karten schnell weg, die Nachfrage wesentlich größer.

Zum Abschluss noch ein Tipp: Wir der TV Bittenfeld gegen die SG Wallau seine positive Bilanz in der Porsche-Arena ausbauen können?
Wir haben uns gegen Wallau schon immer schwer getan, deshalb glaube ich, dass es erneut ein sehr enges Spiel werden wird, an dessen Ende wir aber hoffentlich die Nase vorne haben werden.

Tickets zum Spiel gegen die SG Wallau gibt’s beim Easy-Ticket-Service (0711/2555555), auf der TVB-Geschäftsstelle (07146/2818750) sowie an der Abendkasse