Bittenfelder sind gewarnt

(twa). Der EHV Aue ist ein Team, das Handball-Zweitligist TV Bittenfeld im Kampf um den Ligaverbleib schlagen sollte. Mit 8:2 Punkten arbeitete sich der EHV auf den nicht unbedingt erwarteten achten Platz vor. Der TVB bangt um Florian Schöbinger und Patrick Kleefeld. Kai Häfner fehlt sicher. Für Co-Trainer Klaus Hüppchen ist das kein Problem. „Wir haben einen Kern, auf den wir uns verlassen können.“

TV Bittenfeld (13. Platz, 17:27 Punkte) – EHV Aue (8. Platz, 26:18 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Großes Lob ernteten die Bittenfelder bei ihrem Auftritt in Wuppertal. In Punkten indes schlug sich die starke Leistung nicht nieder, der TVB unterlag unglücklich mit 31:33. „Das war schade“, sagt TVB-Co-Trainer Klaus Hüppchen. „Wir haben 60 Minuten gut gespielt.“ Abgesehen davon, dass der TVB ein paar umstrittene Zeitstrafen hinnehmen musste, sei den Spielern in der Endphase der eine oder andere Fehler unterlaufen.

Weil die Konkurrenten Obernburg, Coburg und Erlangen ebenfalls leer ausgingen, blieb’s bei den drei Punkten Polster auf den Relegationsplatz. Die sind alles andere als beruhigend. Deshalb sollten die Bittenfelder in den restlichen sieben Heimspielen möglichst keine Punkte mehr abgeben.

Morgen kommt mit dem EHV Aue eine Mannschaft in die Gemeindehalle, die in dieser Saison eine bessere Rolle spielt als zu erwarten war. In den vergangenen Jahren krebste der EHV in den hinteren Tabellenrängen herum, diesmal hat er sein Saisonziel schon zwölf Spieltage vor Schluss erreicht: Mit 26 Punkten und damit zwölf Zählern Abstand auf den Relegationsplatz dürfte wohl kaum noch alles schiefgehen in Sachen Ligaverbleib. Nur einen Punkt liegt der EHV Aue hinter dem Tabellenvierten Concordia Delitzsch.

8:2 Punkte holte das Team von Trainer Maik Nowak seit Weihnachten. Zuletzt besiegte es die Tuspo Obernburg, die im Spiel zuvor gegen die Bergischen Löwen einen Punkt geholt hatten, mit 36:31 und zeigte ein überzeugendes Spiel. Im Hinspiel hatte der TV Bittenfeld nach 42 Minuten mit 18:15 geführt und musste sich mit 20:27 geschlagen geben. Besonders gefährlich ist der EHV aus dem Rückraum mit dem torgefährlichen Spielgestalter Alexander Matschos (15. der Torschützenliste mit 107 Toren), Eric Meinhardt (109 Tore) und dem litauischen Nationalspieler Valdis Gutmanis. Sehr gut besetzt ist Aue am Kreis mit Alexander Urban und auf Linksaußen mit Shinnosuke Uematsu. Rechtzeitig zum Bittenfeld-Spiel sind auch die verletzten Rechtsaußen Zbynek Vesely (Armbruch) und Stefan Weik (Nasenbeinbruch) wieder fit. Und das Torhüter-Duo Timo Meinl/Mareks Skabeikis gehört mit zu den Besten der Liga.

Besonders stark ist Aue in eigener Halle. Hüppchen warnt davor, den Gegner auswärts zu unterschätzen. Immerhin holte Aue in der Fremde drei Punkte mehr als die Bittenfelder.

Die Statistik schreckt Hüppchen allerdings nicht. „Wir haben unsere Leistung seit Januar stabilisiert“, sagt er. „Und auch wir haben eine gute Serie.“ Aus den 5:3 Punkten hätten mit etwas Glück auch 8:0 werden können. Hüppchen ist sich sicher, dass die Spieler hochmotiviert in die Partie gehen werden. „Sie wissen, dass wir uns längst nicht sicher fühlen dürfen.“

Personell haben die Bittenfelder ein paar Sorgen: Kai Häfner wird erneut fehlen, er spielt morgen mit Erstligist FA Göppingen gegen Tusem Essen. Auch der Einsatz des erkrankten Florian Schöbinger und von Patrick Kleefeld (Knieverletzung) ist unsicher. Für Hüppchen ist das kein Problem. „Wir haben einen guten Kern, auf den wir uns verlassen können.“ Außerdem seien die Nachrücker aus der zweiten Mannschaft motiviert.