Höchster Saisonsieg

Mit seinem klaren 36:27-Sieg (18:13) beim Tabellenvorletzten Leichlinger TV entfernt sich der TVB weiter von den Abstiegsrängen Richtung Mittelfeld. Mit nunmehr 16 Pluspunkten ist das ursprüngliche Saisonziel, ein einstelliger Tabellenplatz, wieder in erreichbare Nähe gerückt, auch für das Torverhältnis wurde etwas getan. Noch einige solcher Auftritte und das Thema Abstieg hat sich endgültig erledigt.

Es war ein klar und deutlich herausgespielter Erfolg beim Aufsteiger und westdeutschen Regionalliga-Meister. Zwar nicht immer souverän, aber jederzeit spielbeherrschend.Der TVB machte da weiter, wo er im Spiel gegen Groß-Bieberau stehen geblieben war. Aus einer beweglichen 6:0-Abwehrformation heraus spielte er schnell nach vorne, und da hatte er mit Marco Hauk wieder den überragenden Sprinter und Werfer in seinen Reihen. Neun Tore gingen wieder allein auf sein Konto, eines schöner als das andere. Seine Form ist derzeit einfach bestechend. Nichts ist mehr von seiner schweren Kieferbruchverletzung in der Vorrunde  zu spüren. Mit blitzschnellen Reflexen ausgestattet, ist es eine Augenweide zu sehen, wie sprintschnell er Tempogegenstösse realisiert oder in 1:1-Situationen seinen Gegenspieler austanzt; zudem beherrscht er alle Wurfvarianten aus allen Positionen. Geradezu unverzichtbar für seine Mannschaft ist er auch in der Abwehr, spielintelligent luchst er dem Gegner immer wieder den Ball ab oder zwingt diesen zu Fehlern. Kein Zweifel – Marco Hauk ist der zur Zeit wirkungsvollste und kompletteste Spieler beim TVB.Gustavsson und Krotz, beide im Tor, waren ein sicherer Rückhalt. Hielten aufmerksam, darunter drei Siebenmeter. Die Abstimmung mit Abwehrchef Ludek Drobek und der agressiv und flexibel spielenden 6:0-Deckungsformation stimmte von Anfang an, so dass Leichlingen nach zehn Minuten immer grössere Schwierigkeiten bekam, zum Erfolg zu kommen. Lediglich Eryk Kaluzinski konnte sich immer wieder in Szene setzen und mit insgesamt acht Toren seine individuelle Klasse beweisen. Adrian Wehner, gewohnt dynamisch und kampfstark, wurde in der 36. Minute bei seinem Tor zum 16:23 bös gefoult und musste daraufhin ausscheiden. Andre Niese vom Leichlinger TV bekam dafür zwar die rote Karte, für Wehner ist jedoch die Mitwirkung beim nächsten Spiel, Lokalderby gegen SG Bietigheim, gefährdet.Das Trainer-Dreigestirn Günter Schweikardt, Jens Baumbach, Klaus Hüppchen, konnte angesichts der eigenen spielerischen Überlegenheit und des doch schwachen Auftrittes des Gastgebers vermehrt auswechseln und insbesondere in der zweiten SpielhälfteSpielregisseur Sebastian Seitner und Marco Hauk kreative Auszeiten gönnen.Alle TVB-Spieler waren am Torreigen beteiligt: auch Drobek konnte sich wieder in die Torschützenliste eintragen, ebenso Nachwuchstalent Lenz, Prasolov, Schöbinger und Heib, der seine beiden Siebenmeter sicher verwandelte.

Bis zum 5:4 lag Leichlingen immer mit einem Tor vorn. Nach dem Ausgleich zum 5:5 durch Hauk, ging der TVB durch Seitner mit 6:5 erstmals in Führung, welche ab dem 8:8 (Kaluzinski) sukzessive ausgebaut wurde. Nach 15 Minuten stand es 8:11,  nach 25 Minuten 11:15 (Tor durch Marcel Lenz). Bis zur Halbzeit hatte sich der TVB eine sichere 13:18-Führung erarbeitet. Über 17:25 (40. Minute), 22:32 (50. Minute), erspielte sich das TVB-Team schliesslich einen souveränen 27:36 Erfolg, und damit den höchsten Sieg in der laufenden Zweitligasaison. Für die Mannschaft sollte dies Eigenmotivation genug sein, den begonnenen Weg konsequent fortzusetzen. 

Stimmen:

Günter Schweikardt (Trainer TV Bittenfeld):Wir haben wieder aus einer beweglichen 6:0-Abwehrformation heraus das Spiel bestimmt, um es dann nach vorne schnell zu machen. Den Gegner haben wir damit unter Druck gesetzt, er konnte auch taktisch nicht dagegenhalten. Unsere beiden Torwarte haben gut gehalten. Im schnellen Spiel nach vorne müssen wir noch besser werden. Wir haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen.

TV Bittenfeld: Gustavsson, Krotz;   Seitner (4), Schöbinger (4), Prasolov (3), Lenz (3),  Schweikardt (1), Heib (5/2), Baumgarten (1), Wehner (4), Hauk (9), Drobek (2);

Leichlinger TV: Ross, Nippes; Schlierkamp (1/1), Korte (4), Schumacher (2),Kaluzinski (8), Jansen (3), Scherer (3), Niese (1), Zamekow, Staub, Born (1), Kreckler (4).Horst Jung