TVB zu Gast beim Leichlinger TV

(twa). Siebenmal müssen die Bittenfelder Zweitliga-Handballer in dieser Saison noch auswärts antreten. Ein Sieg heute Abend beim Vorletzten Leichlinger TV ließe das Polster auf den ersten direkten Abstiegsplatz auf acht Punkte anwachsen, bei einer Niederlage wären’s nur noch vier. Für Leichlingen ist’s eine der letzten Chancen. „Ich denke, das wird unser schwerstes Spiel in der ganzen Saison“, sagt TVB-Co-Trainer Klaus Hüppchen.

Groß war die Nervosität der Bittenfelder vor dem so wichtigen Auftaktspiel nach der WM-Pause gegen den starken Aufsteiger TSG Groß-Bieberau. Während die Defensive um den hervorragend haltenden Torhüter Björgvin Gustavsson einen sehr guten Eindruck hinterließ und sich 23 Gegentreffer sehen lassen können, schwächelte die Offensive bisweilen. 25 eigene Tore zeugen von Mängeln im Angriff. Egal, ob die TSG Groß-Bieberau die beste Abwehr der Liga hat oder nicht. „Wir waren mit dem Ergebnis und der Leistung zufrieden“, sagt der Bittenfelder Co-Trainer Klaus Hüppchen. „Sicherlich hätte vorne einiges leichter laufen und die Quote besser sein können.“ Andererseits: Der TVB stünde nicht auf Rang 14, wenn alles perfekt funktioniere.

Gut gefallen haben dürften den Bittenfeldern die Ergebnisse der Konkurrenz. Die blieb ausnahmslos ohne Punkte und musste deftige Niederlagen einstecken – auch der Gegner des TVB heute Abend. Beim 22:36 in Obernburg war der Leichlinger TV chancenlos. Dabei wollte der Aufsteiger bei der ebenfalls abstiegsgefährdeten Tuspo unbedingt punkten. Der Leichlinger Trainer Frank Lorenzet monierte nach dem Spiel die fehlende Einstellung seiner Spieler und sprach von einem „Offenbarungseid“. Mit einer laschen Einstellung dürfen die Bittenfelder heute nicht rechnen, schließlich geht’s für die Leichlinger beinahe schon um alles. Hüppchen erwartet „totales Engagement“ des Gegners. „Wir müssen noch mehr Willen und Leidenschaft an den Tag legen als Leichlingen. Das Herz wird entscheidend sein.“ Der TVB müsse mindestens eine Leistung wie gegen Groß-Bieberau zeigen in diesem so wichtigen Spiel.

Sollten die Bittenfelder gewinnen, hätten sie ein Polster von acht Punkten auf die direkten Abstiegsplätze. Unter normalen Umständen dürfte dann nichts mehr anbrennen. Ihren gefährlichsten Spieler haben die Leichlinger in David Kreckler, der mit 121 Treffern in der Torschützenliste auf dem dritten Platz liegt. Erik Kaluzinski ist mit 104 Toren Achter. Im Hinspiel ließ der TVB den – damals allerdings ersatzgeschwächten – Gästen beim 34:28 keine Chance.

Der TVB wird, wie schon gegen Groß- Bieberau, auf Kai Häfner verzichten müssen. Der Linkshänder spielt morgen schon um 15 Uhr mit FA Göppingen in Stralsund. Da bräuchte er schon ein Flugzeug.

Quelle: Waiblinger Kreiszetung – Thomas Wagner