TV Bittenfeld erhält das HBL-Jugendzertifikat

Das Jugendzertifikat ist ein ligaübergreifendes Gütesiegel, das herausragende Rahmenbedingungen honoriert, die Nachwuchsspieler in den Vereinen zu Gute kommen. Ziel ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Jugendarbeit in den Klubs, um so für Nachwuchsspieler bestmögliche Vorrausetzungen zu schaffen, damit sie zu Spitzenspielern reifen können. Zur Erlangung des Jugendzertifikates werden Kriterien geprüft, die eine Qualitätssicherung, beispielsweise in den Bereichen Mannschaften, Trainer, Training, Betreuung und Ausbildungskonzept, gewährleisten. Geprüft werden diese Kriterien durch einen unabhängigen Ausschuss.

Diese Bedingungen hat der TV Bittenfeld erfüllen können und hat von der Handball-Bundesliga GmbH das Jugendzertifikat erhalten. Eine Auszeichnung für den kleinen Verein, der seit Jahren ein hervorragendes Jugendkonzept anbietet und viel Arbeit und Engagement in den Nachwuchs steckt. Lohn gab es dafür auch schon im sportlichen Bereich. Die Jugend war die Basis für den rasanten Aufstieg von der Oberliga in die 2. Bundesliga. Auch stellt der TVB gut ausgebildete Spieler in der besten Liga der Welt. Mit Michael Schweikardt (FA Göppingen) und Jens Bechtloff (TBV Lemgo) die von den Minis an beim TVB das Handballspieler lernten, sind erfolgreiche Erstligaspieler "Made in Bittenfeld". Aber auch Jens Bürkle (HBW Balingen-Weilstetten) der ab der A-Jugend in Bittenfeld ausgebildet wurde, hat sich hier entwickelt und war ein Teil des Erfolgs.   

Auch in Zukunft wird man in Bittenfeld viel Wert auf den Nachwuchs legen und immer bestrebt sein, das Angebot und die Qualität zu erhalten und auch kontinuierlich zu verbessern.
Damit ist man beim TV Bittenfeld gut aufgestellt und wird auch die kommenden Aufgaben bewältigen können.

Folgende Clubs haben das Jugendzertifikat erhalten:

1. Bundesliga:
Füchse Berlin, HBW Balingen-Weilstetten, SC Magdeburg, HSV Hamburg, Rhein-Neckar Löwen, SG Flensburg-Handewitt, Stralsunder HV, THW Kiel, TSV Dormagen, TV Grosswallstadt.

2. Liga Nord:
Eintracht Hildesheim, HC Empor Rostock, SV Post Schwerin, TSV Hannover-Anderten, TSV Hannover Burgdorf

2. Liga Süd:
EHV Aue, HSG Düsseldorf, ThSV Eisenach, TSG Münster, TV 0507 Hüttenberg, TV Bittenfeld

Bericht WKZ vom 19.12.2008:
Stolz auf das Qualitätssiegel
Die Handball-Bundesliga GmbH hat dem TVB das Jugendzertifikat verliehen

(twa). Die Handball-Bundesliga GmbH (HBL) hat an zehn Vereine der 1. Bundesliga, fünf der 2. Bundesliga Nord und sechs der 2. Bundesliga Süd das sogenannte Jugendzertifikat vergeben. Auch der TV Bittenfeld ist dabei. Das Gütesiegel honoriert herausragende Rahmenbedingungen für Nachwuchsspieler. "Wir sind stolz darauf", sagt der Sportliche Leiter des TVB, Günter Schweikardt.
18 Seiten stark sind die "Richtlinien zur Erteilung des Jugendzertifikats der Handball-Bundesligen". Beschrieben werden dort unter anderem die inhaltlichen Anforderungen an das Gütesiegel und das sind eine ganze Menge. Ganz so leicht zu erfüllen waren die Anforderungen offensichtlich nicht. Zehn Süd-Zweitligisten hätten das Zertifikat beantragt, sagt Mark Schober von der HBL. Vier hätten es nicht bekommen.
Von den 18 Erstligisten haben 16 einen Antrag eingereicht, nur zehn bekamen das Siegel. "Ich denke, die Bundesligisten haben begriffen, dass die Jugendarbeit heute zentraler Inhalt des Handballs sein muss", sagt Schober. Für viele Vereine sei das Zertifikat auch aus Imagegründen wichtig. Dass der TV Bittenfeld zu den sechs auserwählten Süd-Zweitligisten gehört, überrascht Schober nicht. Er kennt den TVB aus seiner Zeit beim TV Kornwestheim. "Der TVB hat das Zertifikat verdient."
Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, sagt Günter Schweikardt, Sportlicher Leiter des TVB. "Durch unsere gewachsene Struktur haben wir allerdings von vorneherein schon einige Dinge erfüllt", sagt er. "Wir betreuen immerhin 140 Jugendliche, und das nicht erst seit gestern."
Zusätzliche Arbeit hatten die Bittenfelder dennoch. Ausführlich dokumentiert beispielsweise, wie es von der HBL gefordert wird, war bisher noch nichts. Und im einen oder anderen Bereich stellten die Bittenfelder auch "Handlungsbedarf" fest, wie es Schweikardt ausdrückt. "Wir wissen, dass wir noch einiges tun müssen."
Schnell erfüllt waren die Anforderung an die Qualität der Mannschaften. In der Jugend hat der TVB sämtliche Altersklassen in den geforderten Klassen besetzt, auch reicht die Landesliga für die zweite Männermannschaft aus.
Ein bisschen mehr Probleme hatten die Bittenfelder bei den Trainern. Hier verlangt die HBL fast durchgängig lizenzierte Übungsleiter. Zum Trainerteam müssen unter anderem ein Torwart- und Athletiktrainer sowie ein Jugendkoordinator gehören. "Wir haben zwar viele gestandene Trainer, aber nicht alle haben die entsprechende Lizenz", sagt Schweikardt. Trotzdem: Am Ende reichte die Anzahl der Lizenztrainer.
Noch kniffliger war der Punkt "Infrastruktur". Die HBL fordert zwei Dreifach-Sporthallen, damit die entsprechenden Trainingseinheiten gewährleistet sind. Da siehts beim TVB dünn aus, außer der Gemeindehalle ist kein größerer Übungsraum in Sicht. "Wir konnten plausibel darlegen, dass wir die Trainingszeiten einhalten", sagt Rainer Heib vom TVB. Geholfen habe dabei auch die Kooperation mit der Schule. "Wir müssen eben improvisieren", sagt Schweikardt. "Dieser Engpass wird uns auch noch eine Weile begleiten."
Trotz aller Schwierigkeiten: Günter Schweikardt ist stolz, dass die Arbeit des TVB von höchster Stelle honoriert worden ist. "Für uns ist das ein Anstoß, noch mehr in die Jugendarbeit zu investieren." Zumal die Anforderungen in den nächsten Jahren erhöht würden. "Ich sehe das als neue Herausforderung."