Bittenfeld beschwört den Geist der Arena

(twa). Der erste Auftritt in der Porsche-Arena in dieser Saison war spektakulär, heute (20 Uhr) wollen die Bittenfelder Zweitliga-Handballer gegen den souveränen Tabellenführer HSG Düsseldorf noch eins draufsetzen. Der Geist der Porsche-Arena soll den Außenseiter zu einer außergewöhnlichen Leistung inspirieren. „Wir sind gut drauf und freuen uns sehr“, sagt TVB-Trainer Henning Fröschle.

TV Bittenfeld (14. Platz, 11:15 Punkte) – HSG Düsseldorf (1. Platz, 23:3 Punkte/heute, 20 Uhr, Porsche-Arena Stuttgart). Die HSG steht nach 13 Spieltagen genau da, wo sie sich auch am Ende der Saison sieht: auf Platz eins. Mit fünf Punkten ist der Vorsprung des Titelfavoriten schon beträchtlich. Es sieht nicht so aus, als könne ein anderes Team dem Vizemeister der vergangenen Saison das Wasser reichen. Als härteste Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die 1. Liga galten der Bergische HC und die HR Ortenau, beide jedoch haben sich noch nicht sonderlich stabil präsentiert.

Die HSG Düsseldorf war mit großem Selbstbewusstsein in die Saison gestartet. Bis zum Ende der Vorrunde wollte die Mannschaft von Georgi Sviridenko, der nebenbei noch Trainer der weißrussischen Nationalmannschaft ist, Planungssicherheit für den Wiederaufstieg in die 1. Liga haben. Es sieht ganz nach einer Vorentscheidung aus – es sei denn, den Düsseldorfern macht das harte Programm im Dezember zu schaffen. Immerhin muss die HSG – inklusive Pokal – siebenmal ran. Zudem sind die sechs Nationalspieler hin und wieder bei ihren Auswahlteams eingespannt: Almantas Savonis, Valdas Novickis (beide Litauen), Frantisek Sulc (Slowakei), Patrick Fölser (Österreich), Andrej Kurchev (Weißrussland), Sturla Asgeirsson (Island).

Nur einmal verloren die Düsseldorfer, 29:33 in Delitzsch. In der Vorbereitung fehlten damals die Nationalspieler, das Team war noch nicht eingespielt. „23:3 Punkte sprechen für sich“, sagt TVB-Trainer Henning Fröschle. „Wenn die HSG komplett antreten kann, ist sie ganz klar die beste Mannschaft der Liga.“

Pech für die Bittenfelder, dass Düsseldorf derzeit keine personellen Sorgen hat. Erwartungsgemäß schlug es am Mittwoch in einem Nachholspiel Tuspo Obernburg mit 28:20. Deutlich indes wurde es erst zum Schluss, nach 50 Minuten waren die Obernburger beim 21:19 noch dran.

Dennoch: Die Bittenfelder sind heute Abend klarer Außenseiter. Eine Rolle jedoch, mit der sich Fröschle gut anfreunden kann. Auch schon bei seinem ersten Auftritt in der Porsche-Arena gegen die HR Ortenau war dem TVB wenig zugetraut worden, doch er begeisterte beim 31:29-Sieg. Der Bittenfelder Trainer glaubt aber nicht, dass Düsseldorf denselben Fehler machen und den TVB unterschätzen wird. „Das wäre natürlich schön.“ Fröschle ist es wichtig, dass sein Team den wahrscheinlich rund 6000 Fans ein schönes Spiel zeigt. Wenn das Ergebnis auch noch stimmen sollte – umso besser. „Wenn wir gut ins Spiel reinkommen, können wir bestehen“, sagt der Trainer. „Wir spielen schließlich daheim.“ Was in der Porsche-Arena möglich sei, habe das Spiel gegen TUSEM Essen gezeigt.

Der zweite Auswärtssieg in Coburg macht Fröschle Mut. Zudem dürfte er sein bestes Team zur Verfügung haben. Marco Hauk feierte in Coburg ein glänzendes Comeback. Kai Häfner spielte am Mittwoch mit FA Göppingen gegen Balingen-Weil-stetten durch, da Christian Schöne verletzt ist. Fröschle geht davon aus, dass der 19-Jährige seine Entzündung im Fußgelenk überstanden hat und dass ihn FA-Trainer Velimir Petkovic freigibt. Die Göppinger spielen am Samstag schon wieder.

Nach wie vor angeschlagen ist Ludek Drobek (Achillessehne), er wird aber auf die Zähne beißen.

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Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – Thomas Wagner