Sorgen auf der rechten Angriffsseite

(twa). Vor einer schweren Aufgabe stehen die Bittenfelder Zweitliga-Handballer in Hüttenberg. Der TV hat sich mit drei Siegen in Folge auf Platz drei gespielt. TVB-Trainer Henning Fröschle hat einige Sorgen: Außer Ludek Drobek und Marco Hauk wird auch Kai Häfner fehlen, der gegen die HR Ortenau stark spielte. Die rechte Angriffsseite dürfte noch mehr geschwächt sein: Sebastian Seitner hatte die Woche über Fieber und fehlte im Training.

TV Hüttenberg (3. Platz, 12:6 Punkte) – TV Bittenfeld (15. Platz, 7:11 Punkte/Samstag, 20 Uhr). Der 31:29-Sieg vor 5400 Fans in der Porsche-Arena gegen die HR Ortenau war Balsam für die Seele der Bittenfelder. Mit diesem Erfolg entfernte sich der TVB vom Relegationsplatz und liegt nur drei Punkte von Platz sechs entfernt.

Allzu überschäumend ist die Freude bei den Bittenfeldern allerdings nicht, dazu sind die personellen Sorgen zu groß. „Natürlich trainiert es sich nach so einem Sieg leichter“, sagt TVB-Trainer Henning Fröschle. Nach seinem Geschmack hätte es in der Gemeindehalle diese Woche etwas enger zugehen können. Ludek Drobek will nach seiner Achillessehnenverletzung nächste Woche wieder anfangen, sich vorsichtig zu bewegen. Marco Hauk (Kieferbruch) läuft schon wieder und macht Krafttraining. Bis die beiden wieder einsatzfähig sind, werden aber noch ein paar Wochen vergehen.

Gefehlt haben im Training auch Valentin Weckerle, der mit der Auswahlmannschaft unterwegs war, und Sebastian Seitner. Der Linkshänder lag mit Fieber im Bett und wird morgen nicht vollständig bei Kräften sein. Da auch Kai Häfner dem TVB nicht zur Verfügung stehen wird, haben die Bittenfelder auf der rechten Seite ein Problem. Wieder im Kader steht Patrick Kleefeld.

Der TVB hat mit der 3:1-Bilanz gute Erinnerungen an Hüttenberg. Er gewann beide Auswärtsspiele und das Heimspiel in der Porsche-Arena. Für Fröschle ist der TVH derzeit in einer viel besseren Verfassung. Beim heimstarken Tuspo Obernburg siegte das Team von Trainer Jan Gorr nach einer eindrucksvollen Leistung deutlich mit 33:25, zuvor gab’s ein ebenso überraschendes 32:23 in Coburg. Dem Bergischen HC trotzte der TVH einen Punkt ab.

Großer Rückhalt im Team ist der 40-jährige ehemalige polnische Nationaltorhüter Waldemar Strzelec. Christian Stelzenbach und Arne Rigterink halten die Abwehr zusammen. Kopf der Mannschaft ist Spielgestalter Florian Laudt. „Ihn in den Griff zu bekommen, wird ganz wichtig sein“, sagt Fröschle. Weiteres Plus der Hüttenberger ist ihr ausgeglichener Kader. Acht Spieler haben mehr als 20 Tore erzielt. Da wird’s für die Bittenfelder ganz schwer, sich auf einige wenige Akteure zu konzentrieren. Zumal der TVH sowohl im Positionsangriff als auch bei Gegenstößen seine Stärken hat.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – Thomas Wagner