Es wird Zeit, sich zu positionieren

(twa). Dicht beisammen liegen die Teams in der 2. Handball-Bundesliga der Männer vor dem sechsten Spieltag. So trennen den TV Bittenfeld nur drei Punkte von Platz zwei, aber auch nur zwei vom drittletzten Rang. „Wenn wir den Anschluss ans vordere Mittelfeld halten wollen, müssen wir in Aue gewinnen“, sagt TVB-Trainer Henning Fröschle. Vom Derby in Bietigheim abgesehen, ist es das zweite Auswärtsspiel nach der Pleite in Groß-Bieberau.

EHV Aue (9. Platz, 5:5 Punkte) – TV Bittenfeld (6. Platz, 5:5 Punkte/Sonntag, 17 Uhr).
Welche Niederlage schmerzte mehr: Das 20:36 in Groß-Bieberau oder das 34:36 gegen den Bergischen HC? Beim Aufsteiger spielte der TVB desolat, gegen die Löwen stark. Henning Fröschle muss nicht lange überlegen: Groß-Bieberau war schlimmer. „Mit einer normalen Leistung hätten wir dort gewonnen“, sagt der Bittenfelder Trainer. „Gegen den Bergischen HC haben Nuancen gefehlt zum Sieg.“

Mit 7:3 Punkten hätte sich der TVB im Erfolgsfall auf den vierten Platz gespielt, nun steht er im grauen Mittelfeld. Fröschle kann seiner Mannschaft aber nichts vorwerfen, sie habe alles gegeben und nur die letzten fünf Angriffe „etwas blöd“ abgeschlossen. „Vielleicht hätte ich auch personell etwas anders machen müssen.“ Er habe noch Spieler auf der Bank gehabt. „Andererseits haben diejenigen, die auf dem Feld waren, ihre Sache bis kurz vor Schluss sehr gut gemacht.“ Fröschle glaubt auch nicht, dass am Ende dem einen oder anderen die Kraft ausgegangen ist. „Jeder hat seine Pausen gehabt.“

Am Sonntag will Fröschle die unglücklich verlorenen Punkte zurückholen. „Wenn wir uns im vorderen Bereich etablieren wollen, müssen wir solche Spiele wie in Aue gewinnen.“ Wie in der vergangenen Saison, als der TVB mit 30:29 beide Punkte aus dem Osten mitnahm. Auch das Hinspiel gewannen die Bittenfelder (27:24) im Vorjahr.

Der EHV Aue startete stark in die Saison, gewann in Wallau mit 30:22 und gegen den Titelkandidaten HR Ortenau mit 34:32. Anschließend jedoch lief’s nicht mehr ganz so gut. In Hüttenberg setzte es eine 23:33-Klatsche, gegen die HG Oftersheim-Schwetzingen kam das Team von Trainer Maik Nowak nicht über ein 31:31 hinaus. Und in Obernburg hatte der EHV beim 24:31 wenig zu bestellen.

Henning Fröschle hat trotz der schlechten Serie großen Respekt vor Aue, das sich auf der Torhüter-Position mit Timo Meinl (Eisenach) verstärkt hat. Er bildet mit dem lettischen Nationalkeeper Mareiks Skabeikis ein gutes Duo vor der kompakten 6:0-Abwehr des EHV. Alexander Matschos und Valdis Gutmanis sind im Rückraum für die einfachen Tore verantwortlich. Eric Meinhardt auf der Spielmacherposition ist sehr torgefährlich.

Fröschle hat zwei angeschlagene Spieler im Kader: Torhüter Benjamin Krotz war die Woche über krank, Sebastian Seitner plagt eine Prellung an der Wurfhand. Mit beiden rechnet der Trainer aber.

Zum zweiten Mal dabei sein wird Linkshänder Kai Häfner, da Erstligist FA Göppingen am Wochenende spielfrei ist.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – Thomas Wagner