Optimismus nach dem Derbysieg

(sch). Beim vierten Aufeinandertreffen in der 2. Handball-Bundesliga wollen die Männer des TV Bittenfeld endlich einen Sieg gegen den Bergischen HC einfahren. Drei Niederlagen und ein Remis lautet die bisherige Bilanz aus TVB-Sicht. Das Team geht nach dem Erfolg im Derby gegen Bietigheim optimistisch in die Partie. Auch, weil erstmals in dieser Saison Kai Häfner zur Verfügung steht.

TV Bittenfeld (7. Platz, 5:3 Punkte) – Bergischer HC (2. Platz, 6:2 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr, Gemeindehalle). Das war ein heißes Spiel in Bietigheim. Lange hatten die Bittenfelder die Gastgeber dominiert, ehe sie sich noch fast das Spiel aus der Hand nehmen ließen. Aber eben nur fast. Besonders imponierend fand TVB-Trainer Henning Fröschle den Kampfgeist und die Nervenstärke seiner Mannschaft in den kritischen Phasen. „Es war ein toller Auftritt. Wir haben bei Rückständen jedes Mal gekontert. Am Ende war der Sieg ein bisschen glücklich. Aber auch verdient.“

Anteil am Erfolg hätten auch die mitgereisten Bittenfelder Fans gehabt, die hinter dem Tor für mächtig Stimmung sorgten. Und Sebastian Seitner, der „uns phasenweise allein im Spiel gehalten hat“.

Für Euphorie will der TVB nun auch im Heimspiel gegen den Bergischen HC sorgen. Das wird schwer: Der Gegner stellt eines von vier in dieser Saison noch ungeschlagenen Teams. Im vergangenen Jahr wurde die Mannschaft Fünfter, großes Verletzungspech hatte eine bessere Platzierung verhindert. Diesmal zählen die Bergischen Löwen zusammen mit der HSG Düsseldorf und der HR Ortenau zum Favoritenkreis. Der BHC hat einen großen Kader und ein eingespieltes Team. Das ist mit dem ehemaligen Junioren-Nationaltorhüter Mario Huhnstock und dem aktuellen Junioren-Nationalspieler Kevin Wendtland im linken Rückraum gut verstärkt worden.

In zwei Jahren in der 2. Liga sind der TV Bittenfeld und der Bergische HC viermal aufeinandergetroffen. Die Bilanz spricht klar für die Löwen: Auswärts setzte es für den TVB zwei Niederlagen (26:32 und 26:36), bei zwei begeisternden Duellen in der Porsche-Arena verlor Bittenfeld 25:30 in der ersten Zweitliga-Saison und erreichte im vergangenen Jahr immerhin ein 31:31-Unentschieden.

Dennoch sieht Fröschle den Gegner nicht in der Favoritenrolle, auch weil die BHC-Spieler erstmals in der Bittenfelder Gemeindehalle antreten müssen. „Die sollen ruhig mal schauen, wie sie damit zurechtkommen. Wir hoffen auf eine volle Halle und werden nicht in Ehrfurcht erstarren.“ Der TVB-Trainer sieht die Teams auf Augenhöhe, mit einem Sieg könnte Bittenfeld an den Löwen vorbeiziehen. „Wir müssen eine tolle Leistung bieten und nicht dem Tempohandball des Gegners zum Opfer fallen. Wenn unser Aufwärtstrend anhält, können wir gewinnen.“

Besonders freut sich Henning Fröschle, zum ersten Mal in dieser Saison Kai Häfner im Kader zu haben. Der 19 Jahre alte Junioren-Nationalspieler kann Sebastian Seitner im rechten Rückraum entlasten. Dadurch ist der TVB schwerer auszurechnen. Optimismus ist also angebracht, zumal Bittenfeld ohne Personalsorgen ins Spiel geht.

Es gibt noch Karten im Vorverkauf bei der Geschäftsstelle und auch an der Abendkasse.

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Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – www.zvw.de