BUNDESLIGA
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hintere Reihe von links: Trainer Jörg Ebermann, Julian Fähnle, Kai Schweikhardt, Luis Kuhnle, Pablo Kägström, Nick Haspinger, Marvin Thumm, Felix Raff, Trainer Ulf Lindner.

vordere Reihe von links:  Yannick Wissmann, Lukas Klöpfer, Sebastian Rica-Kovac, Finn Hummel, Maurice Widmaier, Levi Fröschle.

es fehlen: Jonathan Buck, Marvin Korpics, Patrick Mustata.

Die A-Jugend des TV Bittenfeld qualifizierte sich erneut für die Eliteklasse des deutschen Jugendhandballs. Nach dem Verpassen des 6. Platzes in der Vorsaison, der die direkte Qualifikation für die Jugend-Bundesliga bedeutet, kam das neuformierte Team nur wenige Wochen nach Abschluss der Saison 2016/17 auf den Prüfstand. Insgesamt 240 Spielminuten musste die Mannschaft überstehen, bevor sie in Meisenheim hochverdient den Einzug in die Bundesliga feiern konnte.
Die erste Qualifikationsrunde der Saison 2017/18 in Korb begann mit einem Dämpfer. Nachdem man immer deutlich in Führung war, verspielte die U19 in den letzten acht Minuten ihren Vorsprung gegen den TSV Wolfschlugen und musste eine 21:22 Niederlage gegen den württembergischen Meister hinnehmen. Anschließend zeigten die Young Boys mit klaren Erfolgen gegen den MTG Wangen und den SC Korb allerdings ihre Stärke, die Chance, die nächste Runde zu Hause auszuspielen, war durch die Niederlage im ersten Spieler aber vergeben.

Spielplan / Tabelle
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Die den Young Boys zugeteilte Gruppe für die zweite Runde hätte schwerer kaum sein können: Der Gastgeber, die SG Meisenheim-Nonnenweiher hatte den Bittenfeldern mit der identischen Mannschaft in der vergangenen Saison zwei Niederlagen beigebracht und galt für viele als stärkstes Team der gesamten süddeutschen Qualifikationsrunde. Der VFL Günzburg reiste als Sieger der bayerischen Vorqualifikation an und hatte dort mit beeindruckende Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Einzig die SG Köndringen/Teningen galt als vermeintlicher Außenseiter.
Vier Wochen nach der württembergischen Qualifikation und vielen Trainingseinheiten, in denen der Schwerpunkt auf der Abwehrarbeit und das Einspielen der mannschaftstaktischen Angriffshandlungen lag, stand die erste süddeutsche Runde auf dem Programm. Gestützt auf eine bärenstarke Defensive besiegte der TVB zunächst den VFL Günzburg in einem hochklassigen Spiel mit 24:19 und im direkten Anschluss etwas ermüdet die SG Köndringen/Teningen mit 21:17. Nach einem Spiel Pause, in dem sich die SG Meißenheim/Nonnenweiher in letzter Sekunde zu einem Sieg über den VFL Günzburg rettete, stand das angepeilte Duell um den Einzug in die Bundesliga gegen den Gastgeber auf dem Programm. Akribisch hatte sich das Team auf diese Partie vorbereitet und die ausgetüftelte Taktik griff von Beginn an. Die gefürchteten Rückraumschützen der Gastgeber kamen in der ersten Hälfte kaum zum Zuge und ihre typischen Spielzüge wurden immer wieder früh unterbrochen. Durch zahlreiche Umstellungen der Defensivformation versuchte die SG die Bittenfelder aus dem Konzept zu bringen, was jedoch in keiner Phase der Partie gelang. Der TVB behielt stets einen kühlen Kopf und zog, gestützt auf sein Paradestück an diesem Tag, die aggressive 6:0 Abwehr, sein Spiel durch. Am Ende stand ein hoch verdienter 21:19 Sieg und der umjubelte Einzug in die Jugend-Bundesliga!

Im Gegensatz zur Vorsaison hat sich das Team auf einigen Positionen verändert. Gemeinsam mit A-Lizenz Inhaber Jörg Ebermann trainiert Ulf Lindner (B-Lizenz) in dieser Saison die U19. Ulf Lindner kommt aus Köngen zum TVB und ist darüber hinaus noch für die A2 verantwortlich. Torwart Nick Lehmann gehört dem erweiterten Kader des Bundesligateams an und wird vornehmlich in der zweiten Männermannschaft zum Einsatz kommen, für Hagen Schnetzer, Lucas Hochwimmer, Joshua Hossfeld, Jannis Brinz, Sven Petersen und Raphael Sauter endete mit der vergangenen Runde ihre Jugendspielzeit.
Der Stamm der neuen Mannschaft besteht aus den Spielern des Jahrgangs 99, die bereits in der vergangenen Saison Erfahrung in der Beletage des Jugendhandballs gesammelt haben. Aus der eigenen B-Jugend rücken Sebastian Rica-Kovac, Yannik Wissmann, Pablo Kägström, Marvin Thumm und Maurice Widmaier in die U19 auf, vom Nachbarverein aus Korb verstärken Lukas Klöpfer und Luis Kuhnle das Team.

In der Jugend-Bundesliga trifft der TV Bittenfeld erneut auf die stärksten Teams Süddeutschlands. Erstmalig konnte der Handballverband Württemberg alle sieben möglichen Plätze besetzen, so dass eine ganze Reihe attraktiver Derbys auf die Bittenfelder wartet: Neben den bereits in der Bundesliga etablierten württembergischen Mannschaften FrischAuf Göppingen, JSG Balingen-Weilstetten und JSG Echaz-Erms treten noch die SG BBM Bietigheim, der TSV Wolfschlugen und die HSG Ostfildern an. Die badischen Vertreter sind wie jedes Jahr die Top-Teams Rhein-Neckar Löwen und SG Pforzheim-Eutingen. Aus dem Südbadischen qualifizierte sich die HSG Konstanz. Die bayerischen Farben vertritt der VFL Günzburg und aus der Pfalz kommt der traditionell starke SV 64 Zweibrücken hinzu.

Eine Zielsetzung ist, ob der großen Breite innerhalb der Staffel, nicht einfach auszugeben. Die mit einem Jahr Bundesliga-Erfahrung ausgestatte U19 möchte in dieser Saison definitiv besser abschneiden als in der vergangenen und durch einen Platz unter den ersten sechs die direkte Qualifikation für das Folgejahr erreichen. Seit Mitte Juni bereitet sich die U19 auf die zweite Jugend-Bundesliga Saison in der Geschichte des TV Bittenfeld vor. Die Stärken der Qualifikationsrunde, die aggressive 6:0 Abwehr und das Gegenstoßspiel, sollten im Laufe der Vorbereitung ebenso verbessert werden wie das Angriffsspiel. Hier standen vor allem das Zusammenspiel in der Kleingruppe sowie das individuelle Entscheidungsverhalten im Mittelpunkt.

Die U19 freut sich auf eine spannende Saison mit attraktiven Gegner und auf viele Zuschauer in der Bittenfelder Gemeindehalle, wenn sich die Creme de la Creme des süddeutschen Jugendhandballs die Klinke in die Hand gibt.

WÜRTTEMBERGLIGA

Das neu zusammengestellte Team aus jungen Talenten der letztjährigen U17 und erfahreneren Spielern, die bereits ihr zweites A-Jugend-Jahr spielen, wird in der kommenden Runde in der Württembergliga von einigen B-Jugendspielern unterstützt. Neu im Team präsentiert sich auch Trainer Ulf Lindner (TSV Köngen, B-Lizenz), dessen primäre Aufgabe die Integration der unterschiedlichen Charaktere und Talente in die neu zusammengestellte Mannschaft sein wird.

Spielplan / Tabelle
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Mit lediglich zwei Trainingseinheiten und einem Mini-Trainingslager starteten die Jungs in das erste Qualifikationsturnier am Tag der Arbeit in Fellbach. In einer Dreiergruppe traten die Jungs gegen den SV Fellbach und den TSV Alfdorf/ Lorch an. Die Voraussetzungen waren ungewiss, da weder die Gegner in Stärken und Schwächen bekannt waren, noch man abschätzen konnte, wie die Jungs miteinander agieren würden. Die Antwort gab der TVB2 dann auf dem Feld. Man leistete sich zwar noch Nachlässigkeiten in der Abwehr, was dem neuen Konzept der 6:0 Abwehr und der geringen Einspielzeit geschuldet war, sah sich im Angriff aber wenigen Problemen entgegen. Zwei Siege später war man eine Runde weiter und musste in der zweiten Runde der Bezirksqualifikation bestehen. Etwas überraschend konnten weder die SF Schwaikheim noch der der SV Remshalden oder der EK Winnenden Paroli bieten und die zweite Mannschaft der U19 sicherte sich somit das Heimrecht in der ersten württembergischen Qualifikationsrunde.
Hier traf man auf die JSG Deizisau/ Denkendorf, Alpla HC Hard und die SG Schozach-Bottwartal. Platz 1 und 2 würden den direkten Einzug ins württembergische Oberhaus bedeuten. Im ersten Spiel ließ der TVB dem Gegner wenig Chancen und gewann gegen die SG SB mit zehn Toren Unterschied. Das zweite Spiel war zwar weniger deutlich, konnte aber dennoch mit 24:19 positiv gegen Hard gestaltet werden, was den direkten Einzug in die Württembergliga bedeutet. Das letzte Spiel gegen die ebenfalls bereits direkt qualifizierte JSG DD gewannen die Jungs dann auch noch.

Mit Blick auf die kommende Runde ist die Zielsetzung ungewiss. Die Mannschaft kann aufgrund der Zusammensetzung zu weiten Teilen nicht miteinander trainieren, sondern trainiert sowohl gemeinsam, als auch mit der dritten Männermannschaft sowie der ersten A-Jugend. Im Hinblick auf die Qualität der Einzelspieler ist eine Platzierung im oberen Drittel möglich. Die stärksten Gegner der Runde werden sicher Korb und Kornwestheim, die es zu schlagen gilt.