Ganz Bittenfeld träumt von der ersten Liga

Erfolgsgeschichte: Gewachsene Strukturen, grenzenlose Begeisterung
der Fans und totale Identifikation mit dem Verein: Der TV Bittenfeld
klopft an die Tür zum Oberhaus des Handballs. Der Aufstieg
eines ungewöhnlichen schwäbischen Dorfclubs.

Bittenfeld knackt bestes Heimteam

Der 28:22-Sieg des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld beim TV Neuhausen/Erms, dem bis dato heimstärksten Team der Liga, dürfte bei der Konkurrenz Eindruck hinterlassen haben. Und der TVB hat mit einer klasse Leistung viel Selbstvertrauen gesammelt im Kampf um die Aufstiegsplätze. Die Gäste entschieden das verbissen geführte württembergische Derby mit einem fulminanten Schlussspurt.

Reifeprüfung im Endspurt

Auf dem hervorragenden fünften Platz ist der Handball-Zweitligist TV Neuhausen/Erms der beste Aufsteiger. Und nicht nur das: In 13 Heimspielen gab der TVN nur zwei Punkte ab, da kann nur der Bergische HC mithalten. Das drittletzte Auswärtsspiel in dieser Saison stellt den TV Bittenfeld, der ein paar personelle Sorgen hat, also vor eine besondere Herausforderung.

Der Regisseur abseits des Platzes

Die Familie Heib ist beim Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld gleich vierfach eingebunden: Vater Rainer arbeitet im Management, Mutter Monika leitet die Geschäftsstelle. Der jüngere Sohn Alexander zieht die Fäden auf dem Spielfeld, der ältere Sven kümmert sich um die Technik. „Man muss den Leuten mehr bieten als nur die Zeit zwischen Anpfiff und Abpfiff“, sagt er.

Fanbus

Für das kommende Auswärtsspiel am Samstag (20 Uhr) beim TV Neuhausen/Erms werden zwei Fanbusse eingesetzt.

Nicht spekulieren – gewinnen

So schnell kann’s gehen: Mit dem bitteren 26:27 gegen den TV Hüttenberg vor zwei Wochen waren die Aufstiegschancen des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld drastisch gesunken. Seit Samstag sieht’s wieder viel besser aus: Die Konkurrenz scheint doch nicht so gefestigt, wie es den Anschein hatte. Und der TVB machte mit dem 32:31 gegen Eisenach seine Hausaufgaben.

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Alexander Heib behält die Nerven

Mit dem 32:31-Sieg (18:15) gegen den Angstgegner ThSV Eisenach wahrte Handball-Zweitligist TV Bittenfeld seine Aufstiegschance nicht nur, sondern verbesserte sie: Der Bergische HC musste die Bittenfelder nach der Schlappe in Delitzsch in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Alexander Heib zeigte vor 900 Zuschauern in der Schlussphase bei zwei Strafwürfen Nervenstärke.

Nicht gerade ein Lieblingsgegner

Es gibt Gegner, die liegen einem nicht. So spielen die Zweitliga-Handballer des TV Bittenfeld nicht gerne gegen den ThSV Eisenach. Siebenmal trafen beide aufeinander, die Bilanz aus TVB-Sicht ist mit 3:11 Punkten ernüchternd. Allein: Es nützt dem TVB nichts. Er braucht beide Punkte, um im Kampf um Platz zwei nicht an Boden zu verlieren. Der TVB bangt um Jürgen Schweikardt.

Ehre für Häfner, Pech für Bittenfeld

Die schlechte Nachricht: Handball-Zweitligist TV Bittenfeld muss in Neuhausen am Samstag in einer Woche auf Kai Häfner verzichten. Der 20-Jährige ist in den Kader der B-Nationalmannschaft berufen worden. Die gute Nachricht: Der 27. Spieltag war ein angenehmer für den TVB: Spitzenreiter Friesenheim verlor, der Zweite Hüttenberg ließ einen Punkt.