TVB gastiert in der „Hölle Nord“

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Am Donnerstagabend muss der TVB 1898 Stuttgart in der Flens-Arena bei der SG Flensburg-Handewitt antreten. „Da sind wir nicht der Favorit, das wird ein ganz anderes Spiel“, legt sich TVB-Coach Markus Baur fest.

 

Am Sonntag galt der TVB der Tabelle nach als Favorit und erlebte eine böse Überraschung, wie sie sich auch in den Gesichtern der Verantwortlichen widerspiegelte. Mit einem Sieg in der Porsche-Arena wollte man sich ins Tabellenmittelfeld vorschieben. Doch daraus wurde nichts. „Die Mannschaft hat sich heute für ihren großen Aufwand, den sie in den letzten Wochen betrieben hat, belohnt“, freute sich dagegen Gummersbachs Sieger-Trainer Dirk Beuchler. Er betonte, dass man im Bergischen Land trotz des Fehlstarts die Ruhe bewahrt habe. Dagegen kritisierte TVB Stuttgart Trainer Markus Baur: „Wir sind ganz schlecht ins Spiel gekommen.“

 

Hypothetisch bleibt, ob die Partie anders gelaufen wäre, wenn nicht Carsten Lichtlein gleich in der Anfangsphase zwei gute Chancen von der Außenposition zunichte gemacht hätte. Dadurch konnten die Gäste nicht nur mithalten, sondern zur Halbzeit auch einen 13:9 Vorsprung herauswerfen. “Von der Pause sind wir dann richtig gut rausgekommen“, lobte Baur den Zwischenspurt zum 11:13. Doch die WILD BOYS wollten wieder zu schnell zu viel, sodass Gummersbach wieder bis zum 16:21 wegziehen konnte. Doch die Wende schien beim 20:22 noch möglich. „Danach wurde unsererseits viel zu schnell und überhastet abgeschlossen“, kritisierte der Trainer. Gummersbach nutzte die Gunst der Stunde und kam zum verdienten Auswärtssieg. Markus Baur fordert vor dem schweren Gang nach Flensburg: „Jetzt müssen wir so schnell wie möglich wieder in die Spur kommen.“

 

In der Spur befinden sich zurzeit aber die Berliner Füchse, die mit 14:0 Punkten souverän die Tabelle anführen. Und die Hauptstädter sind momentan richtig gut drauf: 36:23 gegen den TBV Lemgo. Einen Dämpfer musste dagegen der Siebtplatzierte SC DHfK Leipzig hinnehmen, der im Heimspiel gegen Schlusslicht TuS Nettelstedt-Lübbecke über ein 26:26 Unentschieden nicht hinaus kam. Da war doch sicherlich ein Heimsieg eingeplant. Diesen feierte der SC Magdeburg mit einem 31:29 gegen die HSG Wetzlar.

 

Geplant ist in Flensburg mit Sicherheit auch ein Heimsieg gegen den TVB 1898 Stuttgart. Wie man aber am Ergebnis aus Leipzig deutlich erkennen kann, müssen die Spiele erst gespielt werden. Klar ist die SG Flensburg-Handewitt am Donnerstagabend der klare Favorit, darf sich aber auch keinen Ausrutscher erlauben, will das Team aus dem nördlichsten Bundesland keinen Boden auf die Rhein-Neckar Löwen und die Berliner Füchse verlieren. “Mal sehen, ob es uns gelingt, den Favoriten etwas zu ärgern“, stellt TVB 1898 Stuttgart Coach Markus Baur vor dem Abflug in den hohen Norden fest.

Quelle: Joachim Gröser, TVB