TVB 1898 Stuttgart will den Favoriten ärgern

Am Sonntag müssen die WILD BOYS bei den Gladiators in Magdeburg antreten. „Grundsätzlich hat man in jedem Spiel eine Chance“, stellt TVB 1898 Stutttgart Trainer Markus Baur fest und ergänzt: „In der letzten Saison haben das die Jungs auch sehr gut gemacht.“

Dabei ärgerte sich der Coach aber über die verpasste Chance eines Traumstarts. Die 27:29 Niederlage gegen den HC Erlangen war schuld daran. „Wir haben in dieser Begegnung nicht die Kompaktheit in der Abwehr gezeigt wie in unserem ersten Spiel gegen Melsungen“, räumte Baur ein und analysierte: „Wir wussten zwar immer was kommt, hatten aber kein Mittel dagegen.“ Besonders in der ersten Halbzeit fanden die WILD BOYS nicht zu ihrem Spiel, lagen bereits zur Pause mit 10:15 zurück. Im zweiten Durchgang dann ein anderes Bild. Jetzt drehten die WILD BOYS auf, kamen schnell auf 18:19 heran. „Vielleicht zu schnell“, wie Baur anmerkte. Aber auch nach dem 24:25 gab es zu viele Fehler im Angriffsspiel, um das Spiel noch einmal herumreißen zu können. „Am Ende haben die Erlanger den Sieg mehr gewollt als wir“, gestand der WILD BOYS Trainer ein. Dagegen freute sich Gästetrainer Robert Andersson über den Sieg seiner Mannschaft nach der Auftaktpleite gegen Lemgo. „Im Angriff haben wir das sehr gut gemacht“, lobte er.

Doch nicht nur der TVB 1898 Stuttgart ließ am vergangenen Spieltag Federn, sondern auch der deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer unterlagen bei der SG Flensburg Handewitt deutlich mit 27:22, schossen aber am Donnerstag den TSV GWD Minden mit 37:22 regelrecht aus der Halle. Sensationell gewann das Sorgenkind der letzten Rückserie, die TSV Hannover Burgdorf, gegen den THW Kiel in der Sparkassen Arena mit 31:29 und setzte damit ein riesiges Ausrufezeichen. Im Mittelhessenderby kam auch die HSG Wetzlar über ein 23:23 Unentschieden gegen Aufsteiger TV Hüttenberg nicht hinaus.

Aber auch für den kommenden Gegner der WILD BOYS brachte der Donnerstag nichts Gutes. Im Heimspiel unterlagen die Gladiators den Berliner Füchsen mit 26:30. Damit belegt der SC Magdeburg nun mit 4:4 Punkten einen Mittelfeldplatz. Das hat man sich bei den Elbestädtern sich anders vorgestellt. Konnte man mit der Niederlage in Kiel noch rechnen, so war die Heimpleite gegen die Hauptstädter so sicher nicht eingeplant. 26:30 hieß es am Ende und setzt das Team aus Sachsen-Anhalts Hauptstadt, wo am Ende der letzten Runde der fünfte Tabellenplatz gefeiert wurde, deutlich unter Zugzwang.

„Ich hoffe, wir müssen das am Sonntag nicht büßen“, erwartet TVB 1898 Stuttgart Trainer Markus Baur in der Magdeburger GETEC Arena eine Heimmannschaft, die auf sofortige Wiedergutmachung aus sein wird.  Aber seine Mannschaft hat bereits in der letzten Saison gezeigt, dass sie auch in Magdeburg bestehen kann. Damals unterlagen die WILD BOYS nur sehr knapp. Darauf setzt Baur, wenn er sagt: „Wenn wir uns so reinhängen wie in der letzten Runde, haben wir auch in Magdeburg eine Chance, Aber es wird auf alle Fälle sehr schwer.“

 

Quelle: Joachim Gröser, TVB