Gut gerüstet für das Spiel des Jahres

Der TV Bittenfeld freut sich auf das Spiel des Jahres. Der Tabellenzweite der zweiten Handball-Bundesliga erwartet am Freitag vor 6200 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche Arena Tabellenführer SC DHfK Leipzig. „Wir wollen gewinnen“, sagt TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

Allerdings werde das deutlich schwerer werden als zuletzt gegen TUSEM Essen. Über den 37:17-Sieg dürfe man sich freuen, aber nicht zu lange. Vor allem, weil nun „ein ganz anderes Kaliber auf uns zukommt“. Gerade mal fünf Minuspunkte haben die Leipziger bisher auf dem Konto. Das soll am Freitag um zwei Zähler anwachsen. Schweikardt: „Das Spiel ist natürlich ein Highlight. Wir spielen vor ausverkauftem Haus. Aber es geht letztlich nur um zwei Punkte. Und die wollen wir gewinnen, damit wir im Rennen bleiben.“

6.200 Zuschauer werden in der Porsche- Arena für eine tolle Atmosphäre sorgen. Die soll sein Team genießen, sagt Schweikardt, aber es dürfe sich nicht zu sehr mitreißen lassen. „Jeder muss sich auf das Wesentliche konzentrieren.“

Dass es zum Jahresende noch zum Spiel des Jahres kommen würde, hatte beim TVB niemand erwartet. Gehofft hatte Schweikardt, nämlich darauf, dass beide Teams in der Spitzengruppe stehen würden: aber an Zweiter gegen Ersten – nein.

Schon zweimal hat der TVB gegen Leipzig verloren – aber nur knapp

Zu Saisonbeginn hatte der TVB gleich zweimal hintereinander in Leipzig – in Pokal (25:27) und Liga (19:23) – jeweils nur knapp verloren. Der Tabellenführer wird nun aber ersatzgeschwächt in Stuttgart antreten. Bastian Roschek, Max Emanuel und der beste Angreifer Philipp Weber sind verletzt. Dem aber misst der TVB-Trainer nicht zu viel Bedeutung bei: „Es ist die Stärke des SC Leipzig, dass er im Prinzip zwei komplette Mannschaften hat.“ Hinter Weber beispielsweise stehe Marc Pechstein. „Der ist genauso wurfgewaltig.“ In der Abwehr spielten sowohl Weber als auch Emanuel ohnehin keine so große Rolle. „Da fehlt eigentlich nur Bastian Roschek, aber auch das kann Leipzig kompensieren.“

Für Bittenfeld gelte es, die SC-Abwehr zu knacken und damit das gute Tempogegenspiel der Gäste zu unterbinden. Schweikardt ist sicher: „Wenn wir unsere Leistung auf die Platte bringen, dann können wir auch gegen Leipzig gewinnen.“

Der TVB-Coach sagt jedoch auch, dass damit in Sachen Aufstieg noch nichts erreicht sei. „Es ist noch niemand im Herbst aufgestiegen.“ Außerdem wartet nur zwei Tage später der EHV Aue. „Für uns ist das ein knüppelhartes Programm. Leipzig ist das schwerste Heimspiel, das man sich vorstellen kann“, Aue rechnet er zu den schwersten Auswärtsspielen. „Wir brauchen zweimal eine wirklich gute Leistung, um etwas mitzunehmen. Aber dass wir das können, haben wir schon bewiesen.“