TVB zeigt sich von der biederen Seite

Der Handball-Zweitligist TV Bittenfeld tritt auf der Stelle. Auf die starken Leistungen gegen Erlangen und Göppingen folgte nun am Samstag in Saarlouis ein Auftritt der biederen Sorte. „Es ist schon frustrierend mitanzusehen, dass wir keine Konstanz in unsere Leistungen bringen“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt.

Nach den schwankenden Leistungen im November zeigte sich der TVB in den beiden aufeinanderfolgenden Spielen gegen Erlangen und im Pokal gegen den Erstligisten FA Göppingen von seiner besten Seite – und musste beim 21:25 in Saarlouis zum wiederholten Mal in dieser Saison einen bitteren Rückschlag einstecken. „Wir schaffen es einfach nicht, uns durch ein schlechtes Spiel durchzubeißen und es zu gewinnen“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt.

Dabei waren die Voraussetzungen am Samstag so schlecht nicht. Der Gegner pfiff personell quasi aus dem letzten Loch. Nur neun Feldspieler standen dem Trainer Goran Suton zur Verfügung, darunter zwei A-Jugendliche. Es fehlte unter anderem der Kapitän und Kopf der Mannschaft, Dado Grgic. Der aktuelle Torschützenkönig der 2. Liga, Tim Suton, trainierte wegen einer Fersenverletzung die ganze Woche nicht und ging wie der grippekranke Junioren-Nationalspieler Lars Weissgerber angeschlagen ins Spiel. Trotzdem hielt der Tabellenviertletzte den TVB auf Distanz.

25 Gegentreffer deuten eigentlich auf eine gute Defensive des TVB hin – „wobei das eher an unseren Torhütern lag, die ordentlich hielten“, sagt Schweikardt. Die Feldspieler hätten sich in der Abwehr nicht immer geschickt angestellt. Noch schwerer ins Gewicht fiel die Angriffsleistung. Zehn vergebene freie Chancen zeigte die Statistik, insgesamt hielt der HG-Torhüter Rajka Milosevic 25 Bälle und damit über 50 Prozent der Bittenfelder Würfe. Von vier Strafwürfen vergaben die Bittenfelder gleich drei. „Diese Szenerie zieht sich durch die gesamte Hinrunde“, sagt Schweikardt. „Das tut einfach weh.“ In Saarlouis sei es seinem Team nicht gelungen, sich „mental ins Spiel reinzubeißen“. Womöglich habe das Pokalspiel gegen Göppingen doch „zu viele Körner gekostet“. Dennoch: Als Entschuldigung will Schweikardt dies nicht gelten lassen. „Vielleicht fehlen uns einfach zwei, drei Spieler, die das Heft in solch schwierigen Situationen in die Hand nehmen.“ Spieler, die den TVB auch einmal „zu einem dreckigen Sieg führen“ können.

Mit 17:17 Punkten steht der TVB auf Rang elf und hat mit dem Vierten TUSEM Essen am Freitag und dem Zweiten SG BBM Bietigheim am 27. Dezember in Ludwigsburg zwei harte Brocken vor sich. Ganz ohne Punkte sollten die Bittenfelder dabei nicht bleiben. Ansonsten müssten sie zum Beginn der Rückrunde den Blick womöglich nach hinten richten. „Sicherlich haben wir uns in eine blöde Situation gebracht“, sagt der Trainer. „Aber wir haben jetzt in der Porsche-Arena ein super Spiel vor uns und müssen wieder aufstehen.“

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