41:25-Kantersieg in der ausverkauften Porsche Arena

„Humba, Humba, Täterä!“ Mit diesem nicht gerade weihnachtlichen Klassiker haben die Fans des Handball-Zweitligisten TV Bittenfeld gestern Abend in der Porsche-Arena den 41:25-Kantersieg ihrer Mannschaft über den SC DHfK Leipzig gefeiert. Nach einem solchen Erfolg hatte es in der zähen ersten Hälfte nicht ausgesehen. Doch nach der Pause spielte der TVB überragend.

In der Pressekonferenz fand Gästetrainer Uwe Jungandreas die richtigen Worte für die unterirdische Leistung seines Teams in den zweiten 30 Minuten. „Wir hatten riesige gesundheitliche Probleme, aber das ist keine Entschuldigung. Wir sind untergegangen, das darf uns nicht passieren.“ TVB-Coach Günter Schweikardt dagegen war in Weihnachtsstimmung. „Ein großes Kompliment an die Mannschaft. In der zweiten Halbzeit war das in der Defensive und Offensive einfach klasse.“

Schweikardt versäumte es jedoch auch nicht, auf die durchwachsene erste Hälfte hinzuweisen. In der mit 6180 Zuschauern ausverkauften Arena in Stuttgart waren die Bittenfelder nervös gestartet. Mit einer offensiven Deckung gegen Lars Friedrich wollte Leipzig den Spielfluss des Gastgebers stören. 25 Minuten lang klappte das ordentlich.

Der TVB kam nicht richtig in die Partie, es fehlten die Ideen im Angriff. Zudem zeigte SC-Keeper Gabor Pulay einige starke Aktionen. Doch auch Leipzig agierte in der Offensive nicht gerade furchteinflößend. Am auffälligsten waren der vom Erstligisten TV  Neuhausen zu den Leipzigern zurückgekehrte Spielmacher Philipp Seitle sowie Max Emanuel. Beide trafen jeweils sechsmal.

Das reichte indes nicht, um einen größeren Vorsprung herauszuspielen. Die Führung wechselte mehrmals. Für den schwachen Jürgen Müller kam Daniel Sdunek ins TVB-Tor. Diese Maßnahme erwies sich als goldrichtig. Bis zum Spielende zeigte der Keeper elf zum Teil herausragende Paraden und entschärfte alle drei Siebenmeter der Gäste. Aus dem 12:13Rückstand (25.) machten die nun auch im Angriff stärkeren Bittenfelder bis zur Halbzeit eine 17:14-Führung.

Nach der Pause stellte Leipzig den Spielbetrieb komplett ein und erzielte nur noch mickrige sieben Tore. Seitle produzierte Fehlwürfe in Serie, auch Rene Boese, eigentlich der beste Schütze des SC, enttäuschte auf der ganzen Linie. Bittenfeld dagegen spielte wie entfesselt. Die Abwehr stand felsenfest und sorgte ständig für Ballgewinne und Tempogegenstöße. Fast jede Chance wurde konsequent genutzt. Vor allem die überragenden Tobias Schimmelbauer und Peter Jungwirth trafen, wie sie wollten. So durften die Fans den Sieg des TVB schon 20 Minuten vor Spielschluss feiern.

Auch der angeschlagene Dominik Weiß sowie die jungen Michael Seiz und Martin Kienzle kamen noch zum Einsatz. Sie fügten sich nahtlos ein. Seiz erzielte den letzten Treffer zum 41:25. Danach ließ sich das Team, das somit in den Heimspielen der Vorrunde ohne Niederlage geblieben ist, minutenlang beklatschen.

TV Bittenfeld:

Müller, Sdunek; Schimmelbauer (7), Schöbinger (4), Kienzle, Weiß (1), M. Schweikardt (2/1), Friedrich (4/1), J. Schweikardt (3), Jungwirth (8), Baumgarten (4), Wehner (2), Seiz (2), Szczesny (4).

SC DHfK Leipzig:

Galia, Pulay; Müller, Emanuel (5), Streitenberger (2), Krzikalla (2), Binder (1), Ogano (1), Boese (3), Seitle (6), Prokopec (4), Feld, Göde (1).

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